Falschgeld erkennen: Geldscheine auf Echtheit prüfen
Das Wichtigste auf einen Blick
- Echte Euro-Scheine lassen sich auch ohne Gerät in Sekunden prüfen: durch Fühlen, gegen das Licht halten und Kippen.
- Mehr als die Hälfte aller Fälschungen in Österreich betrifft den 50-Euro-Schein.
- Erkanntes Falschgeld dürfen Sie nicht weitergeben.
Im Jahr 2025 hat die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) 10.089 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Das Risiko ist zwar gering, dennoch sollten Sie die wichtigsten Merkmale von Falschgeld kennen. Mit der Methode „Fühlen, Sehen, Kippen“ lässt sich die Echtheit eines Geldscheins in wenigen Sekunden prüfen.
Inhalt dieser Seite
- 1Falschgeld in Österreich: Aktuelle Zahlen der OeNB
- 2Merkmale von Falschgeld
- 3Geldscheine im Alltag prüfen
- 3.1Fühlen: Relief und Papierstruktur
- 3.2Sehen: Wasserzeichen und Sicherheitsfaden
- 3.3Kippen: Smaragdzahl und Hologramm
- 4Geldscheine professionell prüfen
- 4.1Mit UV-Licht
- 4.2Mit Geldscheinprüfer
- 5Falschgeld erkannt: Richtiges Verhalten und rechtliche Folgen
- 67 Tipps rund um das Erkennen von Falschgeld
- 7Risikosituationen: Wo Falschgeld besonders im Umlauf ist
- 8Dritte Euro-Banknotenserie: Neue Scheine ab 2028
- 9FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Falschgeld erkennen
Falschgeld in Österreich: Aktuelle Zahlen der OeNB
Im Jahr 2025 hat die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) insgesamt 10.089 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Umlauf sichergestellt. Das entspricht einem leichten Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber 2024 (10.209 Fälschungen). Der durch Falschgeld entstandene Schaden belief sich auf rund 610.870 Euro. Gemessen an den rund 2,5 Milliarden Euro-Banknoten, die jährlich in Österreich auf Echtheit geprüft werden, bleibt das Risiko sehr gering – statistisch war nur etwa jede 248.000. Banknote eine Fälschung.
Die OeNB führt das weiterhin niedrige Falschgeldaufkommen auf die hohen Sicherheitsstandards der Euro-Banknoten sowie auf die konsequente Arbeit der Strafverfolgungsbehörden zurück. Wie in vielen anderen Ländern konzentrieren sich Fälscher vor allem auf den 50-Euro-Schein, da dieser besonders häufig im Zahlungsverkehr verwendet wird. Im Jahr 2025 entfielen 57,9 Prozent aller sichergestellten Fälschungen auf diese Stückelung. Dahinter folgten der 20-Euro-Schein (18,0 Prozent) und der 100-Euro-Schein (13,2 Prozent).
Viele der sichergestellten Fälschungen sind einfache Nachdrucke oder qualitativ minderwertige Kopien, die sich durch das Prüfen der Sicherheitsmerkmale erkennen lassen. Die OeNB empfiehlt daher die bewährte Methode „Fühlen – Sehen – Kippen“, um echte Euro-Banknoten von Fälschungen zu unterscheiden.
Merkmale von Falschgeld
Falschgeld sieht nur auf den ersten Blick echt aus. Bei genauerem Hinsehen fehlen Sicherheitsmerkmale oder es fallen Fehler auf. Der wichtigste Unterschied liegt im Anfassen: Echte Scheine fühlen sich anders an als Kopien.
| Echter Schein | Fälschung | |
|---|---|---|
| Papier | Baumwolle, griffig und fest | glatter, dünner oder wachsartig |
| Druckbild | scharfe Linien, kräftige Farben | verschwommen, Farben weichen ab |
| Wasserzeichen | in das Papier eingearbeitet, im Gegenlicht sichtbar | fehlt oder nur aufgedruckt |
| Hologramm | Farbwechsel und Bewegung beim Kippen | starr, kein Farbwechsel |
| Sicherheitsfaden | dunkler Streifen im Gegenlicht mit Aufschrift | nicht sichtbar oder nur aufgedruckt |
| Smaragdzahl | Farbverlauf Grün-Blau mit wanderndem Lichtbalken | kein Farbverlauf, kein Lichtbalken |
| Relief | erhabene Buchstaben und Schraffuren tastbar | glatte Oberfläche ohne fühlbare Struktur |
Papier und Druckbild als erste Hinweise
Echtes Banknotenpapier besteht aus Baumwolle. Es fühlt sich griffig und fest an, knistert leicht beim Biegen und wirkt deutlich stabiler als normales Druckerpapier. Echtes Banknotenpapier besteht aus Baumwolle und fühlt sich dadurch – anders als gewöhnliches Papier – griffig und fest an. Zudem sind bestimmte Bereiche der Banknote im Reliefdruck hergestellt. Wertzahlen, Schriftzüge und Hauptmotive sind leicht erhaben und lassen sich mit den Fingern ertasten. Fälschungen wirken glatter, dünner oder leicht wachsartig. Das Druckbild ist bei Fälschungen meist verschwommen. Farben können abweichen und feine Linien ineinander laufen.
Fehlende oder fehlerhafte Sicherheitselemente
Falschgeld fällt dadurch auf, dass wichtige Sicherheitsmerkmale fehlen oder nicht wie bei einer echten Banknote funktionieren. Wasserzeichen, Hologramm, Sicherheitsfaden und Smaragdzahl können Sie selbst prüfen und somit einfache Fälschungen leicht erkennen.
- Wasserzeichen: Bei Fälschungen fehlt es oder ist nur aufgedruckt statt ins Papier eingearbeitet.
- Hologramm: Es zeigt beim Kippen keinen Farbwechsel oder wirkt starr.
- Sicherheitsfaden: Ist nicht als dunkler Streifen im Gegenlicht sichtbar.
- Smaragdzahl: Erscheint ohne Farbverlauf und ohne wandernden Lichtbalken.
Requisitengeld mit Aufdruck „Movie Money“ oder „Prop Copy“
Diese Scheine werden für Film und Fernsehen hergestellt. Sie dürfen nicht als Zahlungsmittel verwendet werden. Fälscher überdecken den Aufdruck mit Farbe oder Aufklebern. Erkennbar sind sie an fehlenden Sicherheitsmerkmalen und einer leicht abweichenden Größe. Wer genau hinschaut, findet manchmal Reste des Aufdrucks am Rand.
Geld im Alltag auf Echtheit prüfen: Fühlen, sehen, kippen!
Die OeNB empfiehlt drei Schritte, um Falschgeld zu erkennen. Die Methode funktioniert ohne Gerät, dauert wenige Sekunden und reicht aus, um die meisten Fälschungen sofort zu entlarven. Ein einzelner Test reicht nicht aus. Wenden Sie mindestens zwei der drei Prüfschritte an, um Fälschungen sicher zu erkennen.
Fühlen: Relief und Papierstruktur ertasten
- Papierstruktur:
Echtes Banknotenpapier unterscheidet sich deutlich von gewöhnlichem Druckerpapier. Fälschungen wirken glatter, weicher und leicht wachsartig.
- Relief:
Fahren Sie mit dem Finger über den linken Rand des Scheins. Dort sind die Abkürzungen der Zentralbanken („BCE“, „ECB“, „EZB“) als erhabene Buchstaben spürbar. Am rechten und linken Rand finden Sie kurze Schraffuren, die sich wie feine Rillen anfühlen. Auch das Hauptmotiv und die große Wertzahl sind leicht erhaben gedruckt.
Sehen: Wasserzeichen und Sicherheitsfaden im Gegenlicht
- Wasserzeichen:
Halten Sie den Schein gegen das Licht. Im hellen Bereich des Papiers erscheinen ein Porträt der mythologischen Figur Europa und die Wertzahl als Wasserzeichen.
- Sicherheitsfaden:
Im Gegenlicht wird außerdem ein dunkler Streifen, der Sicherheitsfaden, sichtbar. Auf ihm sind der Wert des Scheines und das Euro-Symbol erkennbar. Ab dem 20-Euro-Schein der aktuellen Serie gibt es zusätzlich ein durchsichtiges Fenster im Hologrammstreifen.
Kippen: Smaragdzahl und Hologramm kontrollieren
- Hologramm:
Kippen Sie den Schein leicht nach vorn und hinten. Der Hologrammstreifen verändert sein Motiv und seine Farben. Auf dem Streifen werden abwechselnd Wertbild und Eurosymbol in Regenbogenfarben sichtbar.
- Smaragdzahl:
Die Smaragdzahl unten links wechselt beim Kippen die Farbe von Grün zu Blau. Ein heller Lichtbalken wandert dabei über die Zahl.
Geldscheine professionell prüfen: UV-Licht oder Geldscheinprüfer
Im Handel, in der Gastronomie oder bei regelmäßigem Bargeldkontakt kommen technische Prüfgeräte zum Einsatz. Sie unterstützen die Echtheitsprüfung und sind eine Ergänzung zum manuellen Schnelltest.
Sicherheitsmerkmale unter UV-Licht
UV-Licht macht Sicherheitsmerkmale sichtbar, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Bei echten Euro-Scheinen bleiben große Teile des Papiers unter UV-Licht dunkel. Nur einzelne Sicherheitsfasern und bestimmte Druckelemente werden sichtbar und leuchten in verschiedenen Farben. Auf der Vorderseite erscheinen unter anderem Sterne der Europaflagge sowie weitere Motive in Gelb-, Grün- und Orangetönen.
Bei Fälschungen leuchtet dagegen die gesamte Banknote, denn sie werden auf normalem Papier gedruckt, das optische Aufheller enthält und unter UV-Licht großflächig hell erscheint. Eine einfache UV-Lampe für die Echtheitsprüfung ist bereits für 5 bis 20 Euro erhältlich.
Geldscheinprüfer für Einzelhandel und Gastronomie
Professionelle Geldscheinprüfer kontrollieren mehrere Sicherheitsmerkmale gleichzeitig. Je nach Gerät werden unter anderem UV- und Infrarotmerkmale, magnetische Eigenschaften sowie Größe und Format der Banknote überprüft. So lassen sich Fälschungen innerhalb weniger Sekunden erkennen.
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) informiert regelmäßig über die Echtheitsprüfung von Euro-Banknoten und empfiehlt den Einsatz geeigneter Banknotenprüfgeräte im professionellen Bargeldverkehr. Dennoch gilt: Kein Prüfgerät bietet absolute Sicherheit. Ergänzen Sie die technische Prüfung daher immer durch die Methode „Fühlen, Sehen, Kippen“.
Falschgeld erkannt: Richtiges Verhalten und rechtliche Folgen
Falschgeld wird weder von Banken noch von der Oesterreichischen Nati9onalbank ersetzt. Nach der Entdeckung kommt es deshalb auf das richtige Vorgehen an, denn ein wissentliches Weitergeben ist strafbar.
Schein sichern und Polizei informieren
Geben Sie den Schein nicht weiter. Bewahren Sie ihn möglichst in einem Umschlag auf, damit mögliche Fingerabdrücke erhalten bleiben. Informieren Sie die Polizei oder geben Sie den Geldschein bei einer Filiale der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) ab. Versuchen Sie sich außerdem zu merken, wann und von wem Sie den Schein erhalten haben. Auch eine Personenbeschreibung oder Hinweise auf mögliche Videoaufnahmen können die Ermittlungen unterstützen.
Strafbarkeit beim Weitergeben von Falschgeld
Wer wissentlich Falschgeld weitergibt, macht sich nach § 147 Strafgesetzbuch strafbar. Der Strafrahmen reicht bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe. Belangt werden kann auch, wer einen verdächtigen Schein nicht prüft und ihn trotzdem weiterreicht. Wer dagegen den Schein vorher geprüft hat und keinen Verdacht hatte, ist juristisch auf der sicheren Seite.
Kein Ersatz durch OeNB oder Polizei
Gefälschte Banknoten werden eingezogen und vernichtet. Einen Ersatz oder eine Entschädigung gibt es nicht. Gerade bei privaten Verkäufen oder größeren Bargeldzahlungen empfiehlt es sich daher, Geldscheine direkt auf ihre Echtheit zu prüfen.
7 Tipps rund um das Erkennen von Falschgeld
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1. Üben Sie den Schnelltest an Ihren eigenen Scheinen
Nehmen Sie einen 50-Euro-Schein aus dem Portemonnaie und tasten Sie bewusst das Relief am Rand ab. So wissen Sie beim nächsten Einkauf sofort, wie sich echt anfühlt.
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2. Verdächtigen Schein mit echtem Schein vergleichen
Legen Sie beide Scheine nebeneinander. Unterschiede in Farbe, Größe oder Druckschärfe fallen so viel schneller auf als beim einzelnen Schein.
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3. Gegenlicht-Test mit Taschenlampe des Smartphones
Halten Sie den Schein vor die eingeschaltete Taschenlampe. Wasserzeichen und Sicherheitsfaden werden auch abends oder in schlecht beleuchteten Räumen sofort sichtbar.
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4. Besondere Vorsicht bei Kleinanzeigen-Verkäufen
Prüfen Sie bei Kleinanzeigen-Verkäufen jeden Schein einzeln vor Ort. Zählen Sie nicht nur das Geld, sondern fühlen und kippen Sie jeden Schein kurz. Das dauert wenige Sekunden und schützt vor Verlust.
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5. Achten Sie besonders auf 50-Euro-Scheine im Wechselgeld
Fast sechs von zehn Fälschungen in Österreich betreffen den 50-Euro-Schein. Ein kurzes Abtasten des Reliefs am Rand reicht als erster Check.
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6. Sensibilisieren Sie auch Ihre Familie/Kinder
Beim Einkaufen oder zu Hause können Ihre Kinder das Wasserzeichen suchen, den Sicherheitsfaden entdecken oder den Reliefdruck fühlen. So lernen sie früh den Umgang mit Bargeld und wichtige Sicherheitsmerkmale von Euro-Banknoten kennen.
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7. Bevorzugen Sie bei großen Beträgen Überweisungen statt Bargeld
Setzen Sie bei größeren Privatgeschäften auf Überweisungen statt Bargeld. So umgehen Sie das Falschgeld-Risiko komplett. Falls nur Barzahlung möglich ist, prüfen Sie jeden Schein mit der Methode „Fühlen, Sehen, Kippen“.
Risikosituationen: Wo Falschgeld besonders im Umlauf ist
Falschgeld kommt vor allem dort in Umlauf, wo Bargeld schnell den Besitzer wechselt und eine genaue Prüfung nicht möglich ist. Folgende vier Situationen nutzen Geldfälscher beispielsweise gerne, um ihr Falschgeld in Umlauf zu bringen.
Privatverkäufe über Kleinanzeigen und Flohmärkte
Bei Privatverkäufen wechseln große Bargeldsummen ohne Prüfgerät und unter Zeitdruck den Besitzer. Prüfen Sie Scheine einzeln vor Ort. Wählen Sie einen gut beleuchteten Treffpunkt. Besonders bei Beträgen ab 50 Euro lohnt sich der kurze Blick gegen das Licht. Bei Beträgen über 500 Euro nutzen Sie eine Überweisung, zahlen Sie wenn möglich nicht bar. Noch mehr Sicherheit bietet ein Treuhandservice: Der Käufer zahlt zunächst an einen unabhängigen Dienstleister. Erst wenn beide Seiten die Übergabe bestätigt haben, wird das Geld an den Verkäufer weitergeleitet.
Konzerte, Festivals und Volksfeste
Auf großen Veranstaltungen wechselt viel Bargeld in kurzer Zeit den Besitzer. Halbdunkle Stände und Eile machen die Prüfung schwer. Achten Sie besonders bei Wechselgeld auf 50-Euro-Scheine. Fühlt sich ein Schein „falsch“ an, reklamieren Sie sofort beim Standbetreiber. Später ist nicht mehr nachweisbar, wo oder an welchem Stand Sie den Geldschein bekommen haben.
Wechselgeld in Gastronomie
In Cafés und Restaurants läuft das Wechselgeld schnell durch viele Hände. Fälschungen kommen oft als 20- oder 50-Euro-Scheine zurück. Prüfen Sie Wechselgeld direkt am Tisch und nicht erst zu Hause. Fällt Ihnen etwas auf, geben Sie den Schein sofort zurück und verlangen Sie einen neuen.
Bargeld von Unbekannten
Ein Klassiker an Bäckereitheken, Kiosken oder auf der Straße: Jemand bittet Sie, einen 50- oder 100-Euro-Schein in kleinere zu wechseln. Auch bei kleineren Beträgen kann es sich um Fälschungen handeln. Im Zweifel: Schein kurz gegen das Licht halten und auf das Wasserzeichen achten. Das dauert zwei Sekunden und gibt Sicherheit.
Dritte Euro-Banknotenserie: Neue Scheine ab 2028
Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet eine dritte Banknotenserie vor. Die Einführung ist für das Jahr 2028 vorgesehen. An einer Befragung zu den Motiven beteiligten sich 2023 mehr als 365.000 Menschen aus ganz Europa.
Neue Motive: Europäische Kultur oder Flüsse und Vögel
Zwei Themen stehen zur Auswahl: „Europäische Kultur“ mit Porträts bedeutender Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Politik sowie „Flüsse und Vögel“ mit Naturmotiven wie Donau, Rhein oder Loire. Die endgültige Entscheidung über das Thema fällt im Laufe des Jahres 2026. Anschließend folgt der Wettbewerb um das konkrete Design.
Neue Sicherheitsmerkmale
Die neue Serie soll noch fälschungssicherer werden. Geplant sind erweiterte Hologramme, neue Farbverläufe und zusätzliche fühlbare Elemente am Rand. Konkrete Details veröffentlicht die EZB rechtzeitig vor der Einführung, auch Schulungsmaterial für Verbraucher und Einzelhandel.
Was passiert mit den alten Scheinen
Die aktuelle „Europa-Serie“ bleibt nach 2028 gültig. Es gibt keine Umtauschpflicht, alte und neue Scheine sind beide gleichzeitig im Umlauf. Erst nach mehreren Jahren werden die alten Scheine schrittweise aus dem Verkehr gezogen. Erkennen können Sie die neue Serie an einem deutlich veränderten Design. Die Methode „Fühlen, Sehen, Kippen“ funktioniert bei beiden Serien.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Falschgeld erkennen
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Wie erkenne ich Falschgeld am schnellsten?
Falschgeld erkennen Sie am schnellsten mit der Methode „Fühlen, Sehen, Kippen“: Fühlen Sie das Relief am Rand des Scheins, halten Sie ihn gegen das Licht und kippen Sie ihn leicht nach vorn und hinten. Wenden Sie mindestens zwei der drei Schritte an. Das deckt die meisten Fälschungen sofort auf.
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Welche Sicherheitsmerkmale hat ein echter Euro-Schein?
Echte Euro-Scheine haben sechs Sicherheitsmerkmale: Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Smaragdzahl mit Farbwechsel, Hologrammstreifen, erhabener Druck am Rand und ab dem 20-Euro-Schein ein durchsichtiges Fenster im Hologrammstreifen. Bei 100- und 200-Euro-Scheinen kreisen zusätzlich kleine Euro-Zeichen um die Wertzahl.
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Welcher Schein wird am häufigsten gefälscht?
Am häufigsten gefälscht wird der 50-Euro-Schein. Mehr als die Hälfte aller Fälschungen in Österreich betrifft diese Stückelung. Er ist groß genug, um sich zu lohnen, und klein genug, um nicht aufzufallen.
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Wie viel Falschgeld gibt es in Österreich?
Im Jahr 2025 hat die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) insgesamt 10.089 gefälschte Euro-Banknoten registriert – ein Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber 2024. Die Schadenssumme belief sich auf rund 610.870 Euro.
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Was ist Movie Money?
Movie Money sind Filmrequisiten, die wie echte Geldscheine aussehen, aber den Aufdruck „Movie Money“ oder „Prop Copy“ tragen. Fälscher überdecken diesen Aufdruck und bringen die Scheine als echtes Geld in Umlauf. Sie machen einen Großteil der heute kursierenden Fälschungen aus.
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Was tun, wenn man Falschgeld erhalten hat?
Geben Sie den Schein nicht weiter. Bewahren Sie ihn möglichst in einem Umschlag auf. So bleiben mögliche Fingerabdrücke erhalten. Informieren Sie die Polizei oder geben Sie den Schein bei einer Filiale der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) ab. Notieren Sie außerdem, wann und von wem Sie den Schein erhalten haben.
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Ist es strafbar, Falschgeld weiterzugeben?
Wer einen Schein weitergibt, obwohl er weiß oder ahnt, dass er falsch ist, macht sich nach § 147 Strafgesetzbuch strafbar. Der Strafrahmen reicht bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe. Jeden Geldschein an der Kasse, im Café oder im Taxi ausführlich zu prüfen, ist im Alltag jedoch nicht machbar – eine solche Pflicht gibt es deshalb auch nicht. Strafbar wird die Weitergabe erst, wenn konkrete Zweifel am Schein bestehen und man ihn trotzdem weiterreicht.
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Bekomme ich Ersatz für Falschgeld?
Einen Ersatz für Falschgeld gibt es nicht. Gefälschte Banknoten werden eingezogen und vernichtet. Eine Erstattung durch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) oder die Polizei ist ausgeschlossen. Wer das vermeiden möchte, sollte Bargeld direkt bei der Annahme auf seine Echtheit prüfen.
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Wo bekomme ich eine UV-Lampe zur Geldprüfung?
Einfache UV-Lampen für den Heimgebrauch gibt es ab 5 bis 20 Euro im Handel. Professionelle Geldscheinprüfer für Einzelhandel und Gastronomie kosten zwischen 50 und 500 Euro und kombinieren mehrere Prüfverfahren wie UV-Licht, Infrarot und Magnetismus.
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Wann kommen die neuen Euro-Scheine?
Die Europäische Zentralbank (EZB) plant die Einführung der dritten Banknotenserie für 2028. Die endgültige Entscheidung über das Motiv-Thema fällt im Laufe des Jahres 2026. Die aktuellen Scheine bleiben nach 2028 weiterhin gültig, es gibt keine Umtauschpflicht.
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