Aktuelle Betrugs­methoden

Dank der Digitalisierung verlagern sich immer mehr alltägliche Aufgaben in den Online-Bereich. Doch mittlerweile nutzen auch Betrüger diese Plattform besonders intensiv und kreativ.

Aus diesem Grund informieren wir Sie auf dieser Seite über aktuelle Betrugsmethoden im Internet.

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Warnhinweise zu aktuellen Betrugsmethoden

Schützen Sie sich vor Betrug und hinterfragen Sie zwielichtige Angebote im Internet stets kritisch. Sollten Sie sich einmal unsicher sein, einen Verdachtsfall vermuten oder Opfer eines Betrugsfalls geworden sein, vergewissern Sie sich, zum Beispiel über nachfolgende Warnzeichen, ob Sie handeln müssen.

Zusätzlich können Sie möglichen Betrugsmethoden vorbeugen, indem Sie sich nachfolgend auf unserer Seite über aktuelle und uns bekannte Fälle informieren.

Gut zu wissen

Mögliche Warnzeichen und Maßnahmen


1. Sie werden von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter spontan kontaktiert und zu einer angeblich „sicheren“ Investition gedrängt, die zeitlich beschränkt ist und Top-Konditionen aufweist.

Das können Sie tun:
Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie Ihre Hausbank an. Verwenden Sie hierfür eine sichere Telefonnummer, zum Beispiel die, die Sie auf einem Schreiben von Ihrer Bank vorfinden. Erzählen Sie dem dortigen Mitarbeiter von der Situation und erfragen Sie, ob der Berater tatsächlich von Ihrer Hausbank war.

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2. Sie sollen einem angeblichen Berater, zum Beispiel einem Finanzberater, Zugang zu ihrem Computer geben und dafür eine Fremd-Software installieren.

Das können Sie tun:
Erteilen Sie zu keinem Zeitpunkt einer fremden Person Zugang zu Ihrem Computer. Beenden Sie das Gespräch. Kein seriöser Investmentberater wird von Ihnen den Zugang zu Ihrem Computer erfragen.

01.01.2024

Warnung zum aktuellen Anlagenbetrug (Boiler room scam)

Boiler room scam bezeichnet eine besondere Form des Investmentbetrugs. Die Betrüger nehmen, oft per Telefon, Kontakt zu ihren Opfern auf und geben sich dabei als vermeintliche Investment- oder Finanzberater aus. Den Opfern bieten sie dabei Investments wie Wertpapiere an. Mit besonders verlockenden Schlagworten wie „geringes/ohne Risiko“, „sicher“ und „schneller Vermögensaufbau“ ködern die falschen Finanzberater ihre Opfer. Sie treten dabei äußerst professionell auf und arbeiten mit Manipulation und psychologischen Tricks.

Der Betrug besteht darin, dass die angepriesenen Finanzanlagen entweder völlig wertlos sind oder gar nicht existieren. Wer auf diese Betrugsmasche hereingefallen ist und Zahlungen getätigt hat, verliert sein gesamtes, investiertes Geld.

Übrigens: Diese aktuelle Betrugsmethode wurde nach dem englischen „Boiler room“ (übersetzt: Heizungsraum) benannt und bezieht sich damit auf die Räumlichkeiten, in denen die Betrüger ihr Unwesen treiben. Denn die Betrüger funktionieren häufig Kellerräume zu Call-Centern mit Computern und Telefonanschlüssen um.

Gut zu wissen

Wie nehmen die Betrüger Kontakt zu den Opfern auf?


Per Telefon: Ein falscher Finanzberater ruft Sie an

Falsche Finanzberater rufen nach Zufallsprinzip Personen an, um ihnen telefonisch wertlose oder nicht existierende Anlagen wie Aktien, Anleihen oder Finanzprodukte zu verkaufen.

Die Opfer fallen auf den Betrug herein und investieren ihr Geld. In vielen Fällen nehmen sie sogar einen Kredit für diese Geldanlagen auf.

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Per Online-Werbung: Ihnen wird ein besonders verlockendes Angebot angezeigt

Opfer stoßen im Internet zufällig auf Werbeanzeigen, in denen Betrüger ihre falschen Finanzanlagen präsentieren. In diesen Online-Werbeanzeigen werden sehr vorteilhafte Vertragsbedingungen und Gelderträge versprochen, weshalb die Opfer auf die Anzeige klicken und dadurch selbst Kontakt zu den Betrügern aufnehmen.

Da diese Werbeanzeigen mit den Websites, auf denen sie angezeigt werden, nichts direkt zu tun haben, können solche Lock-Angebote auch auf seriösen oder bekannten Plattformen erscheinen, wie bei Online-Magazinen oder Social-Media-Plattformen (Facebook, YouTube, Instagram, TikTok, etc.).

Es ist sogar möglich, dass eine solche Werbeanzeige in den Suchergebnissen einer Suchmaschine wie Google auftaucht. Das kann vor allem dann passieren, wenn eine Person zuvor nach bestimmten Finanz-Themen wie Kryptowährung oder Vermögensaufbau gesucht hat.

Ablauf der Betrugsmethode

1. Anrufer drängt zu schneller Investition

Der angebliche Finanzberater setzt seine Opfer unter Druck, indem er sie zu schnellen und sehr hohen Investitionen drängt. Andernfalls verfällt das zeitlich begrenzte Angebot. Der Betrüger geht dabei besonders manipulativ vor und setzt psychologische Tricks ein.

Typischerweise verlangen die Betrüger oft eine sofortige Überweisung des Geldes.

2. Anrufer fragt Opferdaten ab

Anschließend fragt der falsche Finanzberater bestimmte Daten (Adresse, Geburtsdatum und weitere Daten) beim Opfer ab. Angeblich benötigt er diese Daten, um das Opfer auf der Trading-Plattform, auf der mit den Wertpapieren gehandelt wird, zu registrieren. Tatsächlich schließt der Betrüger am anderen Ende der Telefonleitung währenddessen aber einen Kreditvertrag mit den Daten des Opfers ab. Und das meist über eine sehr hohe Kreditsumme.

Sollte ein Opfer währenddessen zögern oder Zweifel bekommen, nutzt der Betrüger seine bewährte Strategie und setzt das Opfer erneut unter Druck. Er geht dabei besonders manipulativ vor und erreicht durch Psycho-Tricks genau das, was er möchte.

Vorsicht: Häufig sollen die Opfer auch eine Fernverwaltungs-Software (zum Beispiel „Anydesk“) auf ihrem Laptop oder PC installieren. Mit einer solchen Software kann der Betrüger auf das jeweilige Gerät zugreifen, es steuern und im Namen der Opfer Registrierungen, Verträge und ähnliches abschließen.

3. Manipulative Steuerung der Opfer

Die falschen Finanzberater gehen dabei geschickt vor und fordern ihre Opfer dazu auf, den zuvor abgeschlossenen Kreditvertrag online zu unterschreiben im Rahmen eines sogenannten Online-Ident-Verfahrens. Der aufgenommene Kreditbetrag soll anschließend auf ein Fremdkonto für die angebliche Finanzanlage überwiesen werden. Meistens handelt es sich hierbei um das Konto des Betrügers. Hinzukommend warnen die falschen Finanzberater davor, Post von der Bank zu öffnen.

4. Kontaktabbruch

Der Betrug wird erst dann bemerkt, wenn der falsche Finanzberater nicht mehr erreichbar ist und der eingezahlte Betrag dem Opfer nicht zurücküberwiesen wird. Im schlimmsten Fall bemerkt das Opfer den Betrug erst, wenn eine Zahlungsaufforderung von der Bank eintrifft.

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