Zinsen
Das Wichtigste auf einen Blick
- Zinsen sind die Gebühren für das Leihen oder Verleihen von Geld.
- Wer sich Geld von der Bank leiht, zahlt Zinsen. Wer Geld auf einem Tages- oder Festgeldkonto anlegt, erhält Zinsen.
- Die Höhe der Zinsen berechnen sich am Zinssatz und am geliehenen bzw. angelegten Geldbetrag.
Zinsen wirken sich auf zwei Arten auf Ihr Geld aus. Beim Kredit bestimmen sie, wie viel Sie für geliehenes Geld zusätzlich zahlen. Beim Sparen entscheiden sie, ob Ihr Geld mehr wird oder an Wert verliert. Wer versteht, wie Zinsen funktionieren und Angebote richtig vergleicht, spart Kosten und holt mehr aus seinem Geld heraus.
Wichtige Zinsarten im Überblick
Zinsen begegnen Ihnen überall dort, wo es um Geld geht. Beim Sparen genauso wie beim Kredit. Wer einen Kredit aufnimmt, zahlt Zinsen an den Kreditgeber, wer Geld anlegt, erhält Zinsen dafür. Wie hoch diese ausfallen, hängt vom Zinssatz, der Laufzeit und dem jeweiligen Betrag ab.
- Zinsen sind Kosten für Kredite oder Erträge aus Sparanlagen.
- Der Zins ist der konkrete Auszahlungs- oder Zahlungsbetrag.
- Der Zinssatz beschreibt die Höhe der Zinsen in Prozent pro Jahr.
Zinsen spielen in vielen finanziellen Situationen eine Rolle: etwa beim Sparen mit Tages- oder Festgeld, bei Konsumkrediten oder bei der Baufinanzierung. Je nach Zweck kommen unterschiedliche Zinsarten zum Einsatz, die sich deutlich voneinander unterscheiden.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Zinsarten es gibt und wofür sie jeweils relevant sind:
| Erklärung | Typisch bei … | |
|---|---|---|
| Bereitstellungszins | Diesen Zins verlangen Banken, wenn ein bewilligter Kredit nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgerufen wird. | Baukredit, Immobiliendarlehen |
| Disagio (=Abgeld) | Ein Abschlag vom Kreditbetrag: Sie erhalten weniger Geld, zahlen aber Zinsen auf den vollen Betrag. | Baufinanzierung (selten im Alltag), gewerbliche Kredite |
| Effektivzins | Der Gesamtzins eines Kredits, inklusive aller Kosten und Gebühren. | Kreditvergleich, Baufinanzierung |
| Festzins | Ein Zins, der über die gesamte Laufzeit oder während der Zinsbindungsfrist gleich bleibt. | Baufinanzierung, Sparvertrag, Festgeld |
| Habenzins | Der Zins, den Sie für Ihr Guthaben auf Spar- oder Tagesgeldkonten erhalten. | Sparkonto, Tagesgeld, Festgeld |
| Kreditzinsaufschlag | Ein zusätzlicher Zins bei schlechter Bonität oder besonderen Risiken. | Kredite mit höherem Risiko |
| Leitzins | Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld leihen können. | Geldpolitik, Europäische Zentralbank, Inflationssteuerung |
| Negativzins | Ein Zinssatz unter 0 % – Sie zahlen Gebühren, um Ihr Geld bei der Bank zu parken. Heute selten, gab es aber während der Niedrigzinsphase ab bestimmten Beträgen. | Geschäftskoten, hohe Einlagen |
| Nominalzins | Der reine Zinssatz, ohne Berücksichtigung von Kosten. | Zinsangebote, Anleihen |
| Realzins | Der Zinsertrag abzüglich der Inflationsrate. Er zeigt, was Sie „wirklich“ verdienen. | Geldanlage, langfristiger Vermögensaufbau |
| Sollzins | Der reine Zinssatz, den Sie für einen Kredit zahlen, also die Gebühr für das geliehene Geld. | Ratenkredit, Baufinanzierung, Dispokredit |
| Überziehungszins | Dieser Zins fällt an, wenn Sie Ihr Girokonto über das vereinbarte Limit hinaus überziehen. | Girokonto über Dispo oder über den Dispo hinaus |
| Variabler Zins | Ein Zins, der sich während der Laufzeit je nach Marktbedingungen ändern kann. | Baufinanzierung, Dispokredit. flexible Hypothekendarlehen |
| Verzugszins | Diesen Zins zahlen Sie, wenn Sie Rechnungen oder Kreditraten zu spät begleichen. | Rechnungen, Kredite bei Zahlungsverzug |
| Zinseszins | Zinsen, die auf bereits erhaltene Zinsen gezahlt werden. | Sparanlagen, Fonds, langfristige Geldanlage |
Der Unterschied zwischen Sollzinsen und Habenzinsen
Sollzinsen
Sollzinsen, auch Kreditzinsen genannt, sind die Zinsen, die Sie an die Bank zahlen müssen, wenn Sie Geld leihen. Es handelt sich also um Gebühren, die der Kreditgeber erhebt, weil er einem Kreditnehmer Geld bereitstellt.
Gleichzeitig sichert die Bank damit ihr Risiko ab, falls der Kreditnehmer nicht mehr zahlen kann.
Vorsicht bei „Schaufensterzinsen“
Habenzinsen
Habenzinsen, auch Anlagezinsen genannt, sind die Zinsen, die Sie erhalten, wenn Sie der Bank Ihr Geld zur Verfügung stellen. Diese Zinsen gibt es zum Beispiel auf Sparbücher, Tagesgeld- oder Festgeldkonten.
Die Bank kann mit Ihrem Geld wiederum eigene Finanzgeschäfte umsetzen und zahlt Ihnen dafür Zinsen.
Je nach Geldanlage werden die Zinsen monatlich, vierteljährlich oder jährlich Ihrem Konto gutgeschrieben.
Zinsen berechnen
Jährliche, monatliche und tägliche Zinsen berechnen
Je nach Situation werden Zinsen unterschiedlich berechnet. Entscheidend ist dabei, ob man die Zinsen für ein ganzes Jahr, einen einzelnen Monat oder sogar nur für wenige Tage berechnen möchte.
Banken und Kreditrechner nutzen dafür verschiedene Formeln. Welche Formel zum Einsatz kommt, hängt davon ab, welche Zeitspanne betrachtet wird und auf welcher Basis die Zinsen berechnet werden sollen – zum Beispiel auf die ursprüngliche Kreditsumme oder auf die aktuelle Restschuld.
Im Folgenden erklären wir die wichtigsten Zinsformeln bei Krediten und zeigen, wann welche Berechnung sinnvoll ist.
Berechnung nur realistisch mit effektivem Jahreszins
Jährliche Zinsen berechnen
Mit der Formel für jährliche Zinsen berechnet man die Zinskosten für ein komplettes Jahr auf Basis der Kreditsumme und des vereinbarten Zinssatzes. Die Jahreszinsberechnung ist jedoch nur ein grober Vergleichswert, weil sie davon ausgeht, dass die komplette Kreditsumme ein ganzes Jahr lang verzinst wird. Bei einem Ratenkredit (= Annuitätendarlehen) stimmt das aber nicht, da der Kredit jeden Monat teilweise zurückgezahlt wird. Dadurch sinkt die Restschuld und damit auch die Zinsen. Deshalb kann man mit der Jahreszinsformel die echten Kreditkosten nicht genau berechnen.
Verwendung:
Kreditvergleiche, Angebotsübersichten, bei einfachen Berechnungen ohne Tilgungsverlauf
Formel:
Jährliche Zinsen = (Kreditbetrag x Zinssatz) ÷ 100
Beispiel:
Kreditbetrag: 10.000 € | Zinssatz: 8 %
Jährliche Zinsen = (10.000 € x 8) ÷ 100 = 800 €
Monatliche Zinsen berechnen
Die monatlichen Zinsen zeigen, wie hoch die Zinsen in einem einzelnen Monat sind. Sie sind eine Art Momentaufnahme, weil sie immer von der aktuellen Restschuld abhängen. Da die Restschuld jeden Monat kleiner wird, werden auch die Zinsen nach und nach weniger. Wer wissen möchte, wie teuer ein Kredit insgesamt ist, muss alle Monatszinsen über die gesamte Laufzeit zusammenrechnen.
Verwendung:
Ratenkredite (= Annuitätendarlehen)
Formel:
Monatliche Zinsen = (Restschuld x Zinssatz x Monate) ÷ (100 x 12)
Beispiel:
Restschulen: 8.000 € | Zinssatz: 8 % | Zinsbetrag im aktuellen Monat
Zinsen im aktuellen Monat = (8.000 € x 8 x 1) ÷ (100 x 12) = 53 €
Tageszinsen berechnen (360-Tage-Methode)
Mit der Tageszinsformel lassen sich Zinsen für einen konkreten Zeitraum in Tagen berechnen. Viele Banken verwenden dafür die sogenannte 360-Tage-Methode, bei der ein Jahr rechnerisch aus 360 Tagen besteht.
Verwendung:
kurzfristige Finanzierungen, vorzeitige Kreditrückzahlung, Dispokrediten
Formel:
Tageszinsen = (Restschuld x Zinssatz x Tage) ÷ (100 x 360)
Beispiel:
Kreditbetrag: 10.000 € | Zinssatz: 8 % | Leih-Zeitraum: 30 Tage
Zinsen für 30 Tage = (10.000 € x 8 x 30) ÷ (100 x 360) = 66,67 €
Zinsen beim Annuitätendarlehen berechnen
Ein Annuitätendarlehen ist ein Kredit, bei dem die monatliche Rate über die gesamte Laufzeit gleich bleibt. Diese gleichbleibende Rate setzt sich aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil zusammen. Am Anfang der Laufzeit ist der Zinsanteil höher, da die Restschuld noch groß ist. Mit jeder Zahlung sinkt jedoch die Restschuld, wodurch auch die Zinsen kleiner werden. Gleichzeitig steigt der Tilgungsanteil innerhalb der Rate. Dadurch wird der Kredit Schritt für Schritt zurückgezahlt, während die Monatsrate konstant bleibt. Annuitätendarlehen werden besonders häufig bei Ratenkrediten und Baufinanzierungen eingesetzt.
Wenn Sie wissen möchten, wie viele Zinsen Sie insgesamt für einen Kredit zahlen, schauen Sie sich die Monatsrate an. In der Monatsrate stecken sowohl Zinsen als auch Tilgung. Multipliziert man die Monatsrate mit der Anzahl der Monate, erhält man den Gesamtbetrag, den man an die Bank zurückzahlt. Zieht man davon den ursprünglichen Kreditbetrag ab, bleiben die gesamten Zinsen übrig.
Formel:
Monatsrate = Kreditsumme x [i x (1 + i)n] ÷ [(1 + i)n − 1]
i = Zinssatz pro Monat
n = Anzahl der Monate
Rechenbeispiel
Kreditbetrag: 10.000 € | Jahreszins: 8 % | Laufzeit: 24 Monate
- Zinssatz pro Monat = 8 % ÷ 12 = 0,6667 % = 0,006667
- Monatsrate = 10.000 € x [0,006667 x (1 + 0,006667)24] ÷ [(1 + 0,006667)24 – 1] = 10.000 € x 0,007823 ÷ 0,17351 = 452,27 €
- Gesamtbetrag Kredit: Monatsrate x Laufzeit = 452,27 € x 24 = 10.854,48 €
- Zinsen = Gesamtbetrag Kredit – Kreditbetrag = 10.854,48 € – 10.000 € = 854,48 €
Aktuelle Zinsentwicklung
Zinsen an sich sind nicht festgeschrieben. Sie schwanken, da sie von verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Faktoren abhängig sind. Hierzu gehören:
- Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB): Die Europäische Zentralbank steuert mit dem Leitzins die Inflation in der Europäischen Union. Steigt der Leitzins, steigen meist auch die Zinsen für Kredite und Geldanlagen und umgekehrt.
- Inflation: Bei hoher Inflation verlangen Banken oft höhere Zinsen, um den Verlust der Kaufkraft auszugleichen. Umgekehrt können Zinsen sinken, wenn die Inflation niedrig ist.
- Markt- und Wettbewerbssituation: Wenn viele Banken ähnliche Produkte anbieten, kann das Zinsniveau durch die Konkurrenz sinken.
- Art des Produkts: Zinsen unterscheiden sich je nach Produkt, zum Beispiel Dispokredit, Baufinanzierung, Tagesgeld oder Anleihen.
Dazu kommen individuelle Merkmale, vor allem beim Thema Kredit:
- Laufzeit des Kredits: Je länger die Laufzeit, desto höher ist oft der Zinssatz. Er dient als Ausgleich für das längere Risiko oder das gebundene Geld.
- Bonität des Kreditnehmers: Personen mit guter Kreditwürdigkeit bekommen oft bessere Zinssätze. Bei einer schlechten Bonität steigen die Zinsen.
- Höhe der Darlehenssumme: Manche Banken verlangen einen niedrigeren Zins bei größeren Kreditsummen.
- Sicherheiten: Sicherheiten sorgen in der Regel für einen niedrigeren Zinssatz. Das ist zum Beispiel bei Autokrediten oder Baufinanzierungen der Fall. Dort wird die Zulassungsbescheinigung Teil II beziehungsweise das Haus als Sicherheit für die Bank hinterlegt.
Bis 2022 lagen die Habenzinsen für Geldanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld sehr niedrig, teilweise bei weniger als 1 Prozent. Auch Kredite wurden mit sehr geringen Zinsen ausgegeben.
Seit Anfang 2022 sind sowohl die Habenzinsen als auch die Sollzinsen stark gestiegen. Die Europäische Zentralbank hat ab diesem Zeitpunkt den Leitzins Stück für Stück angehoben. Aktuell (Stand: Januar 2026) liegt er bei 2 Prozent.
- Tagesgeld und Festgeld bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen.
- Darlehenszinsen für Ratenkredite liegen aktuell im Durchschnitt bei rund 6 Prozent, mit einer Spanne zwischen 5 und 12 Prozent.
- Bauzinsen liegen derzeit zwischen 3 und 4 Prozent.
Was die Zinsentwicklung betrifft, so sagen Experten eine Seitwärtsbewegung für die nächsten 10 Jahre voraus. Also keinen dramatischen Anstieg oder Abfall.
Wichtige Zinsen bei der Baufinanzierung
Die meisten Baukredite werden als Annuitätendarlehen abgeschlossen. Das heißt: Der Kreditnehmer zahlt der Bank jeden Monat eine Rate in gleichbleibender Höhe. Grundlage für die Kreditrate sind der Effektivzins, die Zinsbindung und die anfängliche Tilgungsrate.
Wie beeinflusst der Effektivzins die Zinskosten?
Den Effektivzins legt die Bank für jeden Kreditnehmer individuell fest. Dabei orientiert sie sich an Marktentwicklungen sowie an den persönlichen Voraussetzungen des Kreditnehmers. In der Regel liegt der Effektivzins bei Immobilienkrediten niedriger als bei klassischen Ratenkrediten, da das Haus oder die Wohnung als Sicherheit hinterlegt werden.
Nach einer langen Niedrigzinsphase sind die Bauzinsen im Jahr 2022 sprunghaft angestiegen und verlaufen aktuell seitwärts. Sie bewegen sich zwischen drei bis vier Prozent.
Wie beeinflusst die Zinsbindungsfrist die Zinskosten?
Die Zinsbindung gibt dem Kreditnehmer Planungssicherheit. Sie kann auf 5, 10, 15 oder 20 Jahre festgelegt werden. In diesem Zeitraum bleibt der Zinssatz stabil.
Eine lange Zinsbindung über 15 oder 20 Jahre schützt vor plötzlichen Zinssteigerungen und verhindert teure Umschuldungen in Phasen, in denen die Zinsen steigen. Der Zinssatz ist bei längerer Bindung meistens höher, was die monatlichen Raten und die Zinskosten insgesamt erhöhen kann.
Eine kurze Zinsbindung von fünf oder zehn Jahren ist günstiger beim Zinssatz. Sie birgt aber das Risiko, dass die Anschlussfinanzierung teuer wird, weil die Zinsen zwischenzeitlich gestiegen sind.
| Zinsbindungsfrist | Zinssatz | Restschuld nach Fristablauf | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 2, 0 % | hoch | günstig | Zinsen können steigen |
| 20 Jahre | 2,5 % | mittel | sicher | höhere Gesamtkosten |
| 30 Jahre | 3,0 % | gering | maximale Sicherheit | hohe Monatsrate |
Wie beeinflusst der Tilgungssatz die Zinskosten?
Der Tilgungssatz gibt an, welchen Anteil an der Kreditsumme der Kreditnehmer mit der ersten Monatsrate zahlt. Bei Baufinanzierungen sind Werte zwischen 1 und 3 Prozent üblich. Nach der ersten Monatsrate steigt der Tilgungsanteil, weil sich die Kreditsumme reduziert und damit weniger Zinsen anfallen.
Ein hoher Tilgungssatz, zum Beispiel 2,5 bis 3 Prozent, bedeutet höhere monatliche Raten. Der Kredit kann aber schneller zurückgezahlt werden. Das wiederum führt zu geringeren Gesamtkosten, weil viel weniger Zinsen über die Laufzeit anfallen.
Wählt der Kreditnehmer eine niedrige Anfangstilgung, zum Beispiel 1 Prozent, dauert die Rückzahlung sehr lange. Die gesamte Zinslast kann sich fast verdoppeln.
Banken gewähren oft bessere Zinsen für hohe Tilgungsrate, was sich positiv auf die Gesamtkosten der Baufinanzierung auswirkt.
| Tilgungssatz | Zinskosten (geschätzt) | Laufzeit |
|---|---|---|
| 1 % | hoch | bis zu 40 Jahre |
| 2 % | mittel | ca. 30 Jahre |
| 3 % | niedrig | ca. 20-25 Jahre |
Darüber hinaus können Bereitstellungszinsen anfallen. Das geschieht, wenn der Kreditnehmer das Geld nicht innerhalb einer bestimmten Frist abruft. Die Bank verlangt dann Gebühren für die „vorbereitete“ Kreditsumme.
FAQ: Häufige Fragen zum Thema Zinsen
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Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins?
Der Sollzins ist der reine Zins, den Sie für den Kredit zahlen. Der effektive Jahreszins enthält auch alle Gebühren und Kosten. Wenn Sie Zinsen und Kreditangebote vergleichen, achten Sie deshalb stets auf den Effektivzins.
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Wie beeinflussen Eigenkapital und Bonität den Zinssatz meines Kredits?
Ihre Bonität, also Ihre Kreditwürdigkeit, bewertet Ihre Fähigkeit, einen Kredit zurückzuzahlen. Sie hängt unter anderem von Ihrem Einkommen, Ihren bestehenden Schulden und Ihrem Zahlungsverhalten ab. Eine hohe Bonität führt in der Regel zu niedrigeren Zinssätzen, da das Risiko für die Bank geringer ist. Eine niedrige Bonität führt hingegen zu höheren Zinssätzen.
Bei Baufinanzierungen erhalten Sie in der Regel bessere Zinssätze, wenn Sie einen Teil der Summe selbst finanzieren, also Eigenkapital nutzen. Je höher dieser Anteil, desto bessere Konditionen können Sie erhalten.
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Was bedeutet der Begriff „Zweidrittelzins“?
Der Zweidrittelzins, auch 2/3-Zins, gibt an, zu welchem Zinssatz mindestens zwei von drei Kunden einen Kredit tatsächlich erhalten.
Das ermöglicht eine realistische Vergleichbarkeit und eine genauere Einschätzung der tatsächlichen Kreditkonditionen als beworbene Bestzinssätze, die nur für Kundinnen und Kunden mit hervorragender Kreditwürdigkeit und speziellen Kreditkonditionen gelten.
Der genaue Zinssatz, der Ihnen angeboten wird, hängt dennoch von Ihrer individuellen Bonität ab.
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Was sind Dispozinsen und warum sind sie so hoch?
Dispozinsen, auch Überziehungszinsen genannt, müssen Sie zahlen, wenn Sie Ihr Girokonto überziehen. Viele Banken erlauben eine gebührenfreie Kontoüberziehung von bis zu 100 Euro. Wenn Sie mehr als 100 Euro überziehen, wird die Bank Ihnen Überziehungszinsen berechnen. Diese Zinsen sind in der Regel sehr hoch, oft um die 14 Prozent pro Jahr. Die Bank trägt dabei ein höheres Risiko, da sie nicht vorhersehen kann, wann und ob der überzogene Betrag zurückgezahlt wird.
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Wie kann ich mich gegen steigende Zinsen absichern?
Wenn Sie langfristig sicher planen wollen, empfehlen sich Kredite mit Festzins. Der Zinssatz bleibt dann bis zum Ende der Laufzeit stabil. Bei Baukrediten profitieren Sie bis zum Ende der Zinsbindung von einem gleichbleibenden Zinssatz. Die Zinsbindung kann bei 5 bis 30 Jahren liegen.
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Wie lange sollte eine Zinsbindung sein?
Das hängt von Ihrer persönlichen Situation und den Bedingungen am Markt ab. Wenn abzusehen ist, dass die Zinsen in einigen Jahren deutlich fallen werden, lohnen sich kürzere Zinsbindungsfristen von 5 oder 10 Jahren. Wenn Ihnen Planungssicherheit wichtiger ist als potentielles Sparpotenzial, sollten Sie eine Zinsbindung über 15, 20 oder sogar 30 Jahren wählen. Die monatliche Rate bleibt über den gesamten Zeitraum stabil, allerdings liegt der Zinssatz meist etwas höher.
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