Nachhaltig campen: nachhaltig reisen mit dem Wohnmobil

Autor: Christiane Tietz
Veröffentlicht: 10.04.2024
Aktualisiert: 10.04.2024

Viele Menschen bevorzugen es, auf Reisen frei und unabhängig zu sein. Aus diesem Grund entscheiden sie sich dazu, ein Wohnmobil zu kaufen und damit die Welt zu erkunden. Ein Zuhause auf vier Rädern bringt dazu einen wichtigen Vorteil mit sich: Eine Wohnmobil-Reise stößt im Vergleich zu einem Flug, einer Kreuzfahrt oder einem Urlaub im Hotel viel weniger CO2 aus. Trotzdem gibt es einiges, worauf Sie achten sollten, um nachhaltig zu campen. Wie Sie dies umsetzen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Mit dem Wohnmobil unterwegs im Einklang der Natur. Frank Lambert – stock.adobe.com

Nachhaltig campen – Was bedeutet das?

Beim nachhaltigen Campen mit dem Wohnmobil geht es darum, den Urlaub im Einklang mit der Natur zu genießen und sie dabei so wenig wie möglich zu belasten. Dafür sollten Sie sowohl bei der Anreise als auch beim eigentlichen Campingurlaub alle Ressourcen sparsam einsetzen. Für beides gibt es einige Tricks, mit denen Sie wertvollen Kraftstoff sparen und Ihren Strom- sowie Wasserverbrauch reduzieren können. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim nachhaltigen Camping ist das Recycling. Hier gilt es, Müll richtig zu trennen und zu entsorgen. Generell sollte beim nachhaltigen Campen so wenig Müll wie möglich produziert werden. Auch eine umweltschonende Camping-Ausrüstung gehört dazu. So sorgen Sie dafür, dass die Umwelt durch Ihren Besuch so wenig wie möglich belastet wird.

Übrigens: Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen wollen, können Sie ganz auf das Wohnmobil verzichten. Wie wäre es zum Beispiel, unter freiem Himmel zu zelten? Der Nachhaltigkeitsaspekt ist hier unschlagbar, da Sie weder auf den Strom noch den Wassertank eines Wohnmobils zurückgreifen.

Mit dem 3-R-Prinzip zum nachhaltigen Campen

Um Ihren Campingausflug nachhaltig zu gestalten, sollten Sie immer das 3-R-Prinzip im Hinterkopf behalten:

  • Reduce
  • Reuse
  • Recycle

Bei diesem Prinzip geht es darum, sich seines Verbraucherverhaltens bewusst zu werden und die ökologische Nachhaltigkeit in sein Leben zu integrieren. Die 3 R stehen für „reduzieren“, „wiederverwenden“ und „recyclen“. Das Prinzip lässt sich darüber hinaus in allen Lebensbereichen anwenden.

Nachhaltiges Campen beginnt bei der Anreise  – So fahren Sie umweltbewusst und sparen Sprit

Kraftstoff wird auf Basis einer endlichen Ressource erzeugt. Allein die Herstellung verbraucht viel Energie. Hinzu kommen die Abgase, die die Luft verschmutzen. Das macht Kraftstoff nicht gerade umweltfreundlich. Es gibt allerdings ein paar Möglichkeiten, wie Sie trotz eines Verbrennerfahrzeugs bei der An- und Abreise das Klima durch umweltbewusstes Fahren schonen können: 

  • Fahrzeuggewicht reduzieren: Je leichter Ihr Fahrzeug ist, desto mehr Kraftstoff sparen Sie. Packen Sie also nur ein, was Sie wirklich benötigen. Den Rest können Sie vor Ort besorgen. Leeren Sie vor der Abfahrt den Schmutzwassertank und füllen Sie den Frischwassertank nur so weit wie nötig.
  • Vorausschauend fahren: Auch Ihr Fahrstil beeinflusst, wie viel Kraftstoff Sie verbrauchen. Besonders, wenn Sie eine Langstreckenfahrt geplant haben, sollten Sie auf der Autobahn fahren, um Ihr Fahrtempo möglichst konstant zu halten.
  • Klimaanlage bewusst einsetzen: Vermeiden Sie es, die Klimaanlage einzuschalten. Öffnen Sie lieber ein Fenster und genießen Sie den Fahrtwind, das schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel.
  • Kraftstoff am Urlaubsort sparen: Wenn Sie an Ihrem Urlaubsort einen Ausflug machen möchten, müssen Sie nicht unbedingt das Wohnmobil nehmen. Oft kann man schon in der unmittelbaren Umgebung tolle Ausflüge zu Fuß unternehmen. Sie können auch Ihre Fahrräder mitnehmen oder vor Ort welche ausleihen. So sparen Sie sich sogar die Parkplatzsuche.

Mit dem E-Wohnmobil anreisen

Um Ihre Anreise noch nachhaltiger zu gestalten, bietet sich ein E-Wohnmobil an. Ein solches Fahrzeug stößt keine Abgase aus, sodass Sie sich keine Gedanken um das Gewicht oder Treibstoff machen müssen. Wenn Sie mit dem E-Wohnmobil anreisen, bauen Sie genügend Ladepausen ein, um nicht auf halber Strecke liegenzubleiben. Informieren Sie sich vor Ihrem Ausflug über Tankstellen und Campingplätze, an denen Sie das Wohnmobil laden können.

Campingplätze mit Ecolabel  –  So finden Sie umweltfreundliche Campingplätze

Ob Sie im Urlaub mit dem Wohnmobil nachhaltig campen können, hängt stark davon ab, welchen Campingplatz Sie wählen. Manche Plätze sind aufgrund eines hohen Ressourcenverbrauchs alles andere als umweltfreundlich. Es gibt mittlerweile allerdings immer mehr Campingplätze, die mit dem EU-Ecolabel oder dem Label der Initiative ECOCAMPING zertifiziert sind. Diese müssen über 20 Kriterien erfüllen, um dieses Label zu erhalten. Darunter zählen unter anderem der betriebliche Kohleausstieg, sowie die ausschließliche Nutzung von Ökostrom. Auch Einsparungspotenziale müssen genutzt werden, etwa durch LED-Beleuchtung oder wassersparende Duschköpfe sowie WC-Spülungen.

Sollte es Ihnen ein Campingplatz angetan haben, der nicht zertifiziert ist, können Sie anhand der folgenden Tipps herausfinden, wie umweltfreundlich er ist: 

  1. Energie- und Wasserversorgung: Erkundigen Sie sich, ob auf dem Campingplatz erneuerbare Energien genutzt werden und auf welche anderen energieeffizienten Maßnahmen die Betreiber Wert legen. Im Idealfall gibt es auch nachhaltige Lösungen zur Wiederaufbereitung von Abwasser.
  2. Abfallentsorgung: Wie wird der Müll auf dem Campingplatz entsorgt? Gibt es Recyclingmöglichkeiten? Werden die Gemeinschaftsräume mit umweltfreundlichen Produkten gereinigt? An diesen Punkten können Sie gut erkennen, wie ernst die Campingplatzbetreiber ihre Verantwortung für die Umwelt nehmen.
  3. Engagement für den Umweltschutz: Trifft der Platz nur die notwendigsten Maßnahmen zum Umweltschutz oder engagiert er sich aktiv dafür? Gibt es Informationsveranstaltungen, bei denen Campinggäste Tipps für einen ressourcenschonenden Urlaub bekommen? Vielleicht hat der Campingplatz auch Schutzzonen für die Tierwelt angelegt, etwa durch Insektenhotels oder Vogeltränken. 

Nachhaltiges Campen bedeutet Ressourcen schonen

Ein bewusster Umgang mit wertvollen Ressourcen wie Wasser und Energie ist beim nachhaltigen Campen essenziell. Mit diesen einfachen Tipps gelingt Ihnen ein umweltschonender Campingausflug:

Wasser sparen

  • Wasserverbrauch verringern: Kurze Duschen schonen Ihren Wassertank. Lassen Sie beim Zähneputzen nicht das Wasser laufen, sondern nehmen Sie nur einen kleinen Schluck zum Ausspülen.
  • Wasserfilter nutzen: Besorgen Sie sich einen zuverlässigen Wasserfilter, um Wasser aus natürlichen Quellen aufzubereiten.
  • Regenwasser sammeln: Stellen Sie ein paar Eimer rund um Ihr Wohnmobil auf, um Regenwasser zu sammeln. Dieses können Sie zum Beispiel zum Geschirrspülen oder zum Putzen nutzen.
  • Wasser recyclen: Nutzen Sie das Wasser vom Eier- oder Nudelkochen zum groben Abspülen von Geschirr. So benötigen Sie später weniger frisches Wasser.
Hinweis: So viel Wasser verbraucht ein Mensch am Tag!

Der durchschnittliche Wasserverbrauch eines Menschen liegt bei etwa 130 Litern am Tag. Da man sich beim Campen üblicherweise nur am Frischwassertank bedient, sind es hier etwa 20 Liter. Wird geduscht, kommen noch weitere 20 Liter hinzu. 

Energie sparen

  • Energiesparende Lichtquellen nutzen: Nutzen Sie LED-Lampen oder besorgen Sie sich spezielle Energiesparlampen, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.
  • Geräte sparsam einsetzen: Verwenden Sie Ihre elektronischen Geräte mit Bedacht und schalten Sie sie aus, wenn Sie sie nicht benötigen.
  • Auf erneuerbare Energien setzen: Inzwischen gibt es sogar für Handys und kleinere Elektrogeräte praktische tragbare Solar-Ladegeräte, die Sie zum Aufladen einfach nur für eine Weile in die Sonne legen müssen.
  • Klimaanlage vermeiden: Verwenden Sie die Klimaanlage des Wohnmobils nur in Notfällen. Suchen Sie möglichst nach einem Schattenplatz, damit das Fahrzeug beim Parken vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Für eine frische Brise im Wohnwagen können Sie einfach Türen und Fenster geöffnet halten.
  • Ressourcenschonend kochen: Wählen Sie einen Campingkocher mit einer hohen Energieeffizienz. Töpfe und Pfannen mit einer guten Wärmeleitfähigkeit helfen zusätzlich, die Kochzeit zu verkürzen. 

Müll vermeiden

  • Unverpackt einkaufen: Achten Sie darauf, Lebensmittel möglichst unverpackt zu kaufen. Das spart unnötigen Verpackungsmüll.
  • Mahlzeiten planen: Machen Sie sich schon vor dem Einkaufen Gedanken um Ihre Mahlzeiten. Wenn Sie nur kaufen, was Sie wirklich benötigen, verschwenden Sie weniger Lebensmittel.
  • Wiederverwendbare Ausrüstung nutzen: Nutzen Sie wieder verwendbares Geschirr, um weniger Müll zu produzieren. Campinggeschirr aus Edelstahl oder Bambus sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch äußerst langlebig. Greifen Sie auch auf wieder verwendbare Flaschen zurück, um Einwegplastikflaschen zu vermeiden.
  • Müll trennen: Trennen Sie Ihren Müll und entsorgen Sie ihn nach den gängigen Recyclingrichtlinien. Nehmen Sie Ihren Müll mit, falls es auf dem Rast- oder Campingplatz keine entsprechenden Recyclingmöglichkeiten gibt.
Tipp: Auf umweltschädliche Produkte verzichten

Achten Sie generell darauf, umweltschonende Produkte zu verwenden. Ein Stück Seife ist zum Beispiel viel umweltfreundlicher als eine Shampoo- oder Duschgelflasche. Auch für die Reinigung der Wohnmobil-Toilette sollten Sie auf Chemikalien verzichten. Für alles gibt es heutzutage Produktalternativen, auf die Sie zurückgreifen können und sollten.

Diese Must-Haves brauchen frischgebackene Eltern für ihr Baby

Autor: Laura Seliger
Veröffentlicht: 03.04.2024
Aktualisiert: 03.04.2024

Die Kinderwiege mit Smartphone-Steuerung, das Babybett, das ein fahrendes Auto imitiert, eine Schlafunterlage, die Babys Schlaf per App überwacht: Babyartikel boomen und die Hersteller bringen jährlich neues Zubehör auf den Markt. Für Eltern ist es schwer zu entscheiden, welche Artikel sinnvoll sind und welche ihnen vor allem das Geld aus der Tasche ziehen. Lesen Sie hier, was Ihr Baby zum Start ins Leben wirklich braucht.

Glückliche Mama hält Baby auf dem Arm.
Babyglück genießen mit unseren Must-Haves für frischgebackene Eltern. iStock.com/Stigur Mar Karlsson Heimsmyndir

Der Kinderwagen: Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Um die Anschaffung eines Kinderwagens kommt man nicht herum. Trotz Babytrage oder Wickeltuch – ein Kinderwagen ist die praktischste Transportvariante: Beim Einkaufen, für längere Wege, fürs ungestörte Nickerchen, als Begleiter beim Joggen oder auf Reisen. Ihren Kinderwagen werden Sie häufig nutzen.

Der Markt bietet zahlreiche Kinderwagenvarianten. Dreirädrige Jogger, schicke Nostalgie-Modelle, wendige Citybuggys oder Kombi-Kinderwagen mit zahlreichen Umbaufunktionen. Aber welcher ist nun der Richtige? Eins vorab: Den perfekten Kinderwagen gibt es nicht. Der optimale Kinderwagen ist aber einer, der viele Bedürfnisse von Eltern und Baby gleichzeitig erfüllt. Und dieser findet sich mit etwas Geduld und der Bereitschaft, Kompromisse einzugehen auf jeden Fall. Sie wollen beispielsweise viel Platz für Ihr Kind, den Kinderwagen aber auch häufig im Auto und im Urlaub nutzen? Die Kinderwagen mit großer Wanne schließen üblicherweise ein kleines Packmaß aus. Hier müssen Sie also abwägen, was für Sie wichtiger ist.

Eine schwangere Frau begutachtet im Fachgeschäft einen Kinderwagen.
Den richtigen Kinderwagen zu finden erfordert Zeit – Recherche zahlt sich aus. istock.com/M_a_y_a

6 Fragen, die Sie vor dem Kauf eines Kinderwagens klären sollten

Der Kinderwagen ist eine teure Anschaffung und macht einen Großteil des Budgets der Erstausstattung aus. Überlegen Sie vor dem Kauf daher sorgfältig, welche Anforderungen Ihr Kinderwagen erfüllen muss. Die folgenden sechs Fragen helfen Ihnen bei der Entscheidung.

1. Auto oder öffentliche Verkehrsmittel: Wie sind Sie unterwegs?

Wer einen Transporter als Familienauto benutzt, der schiebt seinen Kinderwagen einfach komplett in das Auto. Alle anderen aber müssen darauf achten, dass der Kinderwagen nur ein geringes Packmaß hat und sich wirklich leicht und schnell zusammenklappen lässt. Schiebestange einfahren, Babyschale abbauen und das Zusammenklappen des Gestells – das sollte mit wenigen Handgriffen machbar sein.

Ansonsten kann es gerade mit kleinen Babys an Bord schnell stressig werden, wenn man beispielsweise eilig zum Einkaufen fahren oder schnell mal Oma und Opa besuchen möchte. Dann sollte der Kinderwagen mit wenigen Handgriffen im Auto verstaut werden können. Große Nostalgie-Kinderwagen eignen sich hierzu beispielsweise gar nicht. Auch die meisten Jogger sind zu sperrig. Kompakte Kombi-Kinderwagen oder Buggys lassen sich hingegen meist einfacher verstauen. Manche Modelle bieten auch einen integrierten Babyautositz, der problemlos vom Kinderwagen ins Auto wechselt. Tipp: Sehen Sie sich mehrere Modelle an und probieren Sie deren Funktionalität am besten selbst ausLassen Sie sich dazu in einem Fachmarkt beraten.

Sie sind häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs? Dann sollte der Kinderwagen vor allem wendig und leichtgängig sein. In Bus und S-Bahn ist meist nicht viel Platz. Manche Modelle sind extra schmal konstruiert. Sie finden auch in vollbesetzten Bussen Platz und lassen sich mit nur einer Hand leicht manövrieren. Außerdem sind sie relativ leicht, was den Einstieg in Bus und Bahn erleichtert.

2. Asphalt oder Waldweg: Wo sind Sie vorwiegend unterwegs?

Der Untergrund entscheidet über die Wahl der Räder: Gummiräder sind besonders komfortabel für unebene Untergründe wie steinige Wege oder Grünflächen. Achten Sie auch auf feststellbare Vorderräder. Ansonsten kommen Sie bei Matsch und Schnee nur schlecht voran. Kleine Räder sind sehr wendig und ideal für die Stadt. Auf ebenmäßigen Wegen lassen sie sich leichtgängig schieben. Eine durchgängige Schiebestange – auch in der späteren Buggy-Version – ist sehr hilfreich, um mit nur einer Hand schieben zu können.

3. Wo wird der Kinderwagen abgestellt?

Kommt der Kinderwagen in die Garage oder die Treppe hinunter in den Keller? Muss er vielleicht Treppen rauf in die Wohnung getragen werden? Gibt es einen Aufzug? Solange der Kinderwagen häufig eine Treppe hoch- und runtergeschleppt werden muss, sollten Sie vor allem auf ein geringes Gewicht achten. Wenn Sie nicht den ganzen Wagen, sondern nur die Babyschale transportieren möchten, sollten Sie hier auf eine besonders stabile und leicht zu tragende Variante achten.

4. Möchten Sie mit dem Kinderwagen verreisen?

Der richtige Kinderwagen entscheidet maßgeblich darüber, wie entspannt Ihr Urlaub wird. Mit Baby hat man meist viel mehr Gepäck im Koffer. Ein reisetauglicher und hochwertig verarbeiteter Kinderwagen macht hier einen großen Unterschied. Er besteht idealerweise aus Aluminium und wiegt nicht mehr als 12 Kilogramm. Außerdem muss er durch Zug- und Restauranttüren passen, darf im vollen Bus nicht zu viel Platz wegnehmen und sollte zusammengeklappt mühelos in jedem Kofferraum verstaut werden können. Buggys sind hier in der Regel große Platzsparer, aber selbst Kombi-Kinderwagen müssen nicht mehr als 60 Zentimeter breit sein. Da die meisten Türen mindestens 80 Zentimeter Breite messen, sollten Sie damit gut durch den Urlaub kommen.

Eine feste Babywanne ist nicht nur auf Reisen empfehlenswert. Sie bietet Babys mehr Platz und gute Belüftung, wenn sie lange darin herumgefahren werden. Weil Sie die Wanne auf Reisen auch öfter aus dem Gestell nehmen und vielleicht auch ein Stück tragen müssen, sollte sie so leicht wie möglich sein und bequeme Tragegriffe haben.

Das Verdeck und die Bespannung sind für Outdoor-Aktivitäten besonders wichtig: Sie sollten daher sowohl farbecht sein als auch vor UV-Strahlung schützen. Ideal ist ein möglichst hoher Lichtschutzfaktor und ein UV-Schutz 50. Das Verdeck muss außerdem groß genug sein, damit Ihr Kind vollständig vor Sonneneinstrahlung geschützt wird. Mit einem Kinderwagen mit Schwenkschieber als Verdeck reagieren Sie zudem noch flexibler auf Sonne oder Wind – der umständliche Ansteck-Sonnenschirm wird damit überflüssig.

Falls Sie mit dem Flugzeug verreisen, kann er einfach über die Schulter gehängt und ins Flugzeug getragen werden. Beim Fliegen wird der Wagen als zusätzliches, frei zu beförderndes Gepäckstück behandelt und kann einfach am Check-in abgegeben werden. Beim Aussteigen bekommen Sie ihn dann entweder direkt zurück oder er wartet an der Gepäckausgabe auf Sie – das hängt vom Flughafen und der Fluggesellschaft ab. Der Kinderwagen sollte am besten in eine robuste Tasche verpackt oder in Folie gewickelt werden, um Beschädigungen während des Transports zu vermeiden.

Es gibt Kinderwagen, die lassen sich so zusammenklappen, dass sie mit einem Gurt über der Schulter getragen werden können – und sogar als Handgepäck durchgehen. Im Idealfall ist Ihr Modell ein Allrounder: Autositz, Babyschale und Wagen zugleich. Das erspart im Urlaub unnötiges Gepäck. Er sollte sich dabei sowohl für Neugeborene als auch für Kleinkinder eignen und eine Liegeposition in der Buggyversion ermöglichen.

5. Secondhand: Ist ein gebrauchter Kinderwagen so gut wie neu?

Bei der Babyausstattung setzen viele Eltern auf Ausrüstungsgegenstände aus dem Secondhand-Laden: vom Strampler bis zum Wickeltisch. Das ist nicht nur günstiger. Es entspricht auch dem Gedanken von Nachhaltigkeit. Warum also nicht auch einen Kinderwagen aus zweiter Hand kaufen?

Einen Secondhand-Kinderwagen sollten Sie vor dem Kauf genau begutachten und auf Mängel untersuchen. Gibt es rostige Stellen? Haben die Reifen noch ausreichend Profil? Funktioniert die Federung? Außerdem ist wichtig, wie der Wagen gelagert wurde und ob es Anzeichen von Schimmel gibt. Es empfiehlt sich vor allem eine gängige Marke zu wählen. Dafür finden Sie nämlich noch ausreichend Ersatzteile, sodass kleine Mängel oder Schönheitsfehlern direkt behoben werden können.

Ein gebrauchter Kinderwagen überzeugt vor allem auch in puncto Schadstoffbelastung. Denn man kann davon ausgehen, dass viele eventuell vorhandene Schadstoffe schon herausgewaschen oder ausgedünstet sind.

6. Design oder Praktikabilität: Was ist Ihnen wichtig?

Schöne Retro-Modelle im Nostalgie-Look bestechen durch ihr Design, bieten dem Baby viel Platz und sind durch Soft-Gelenkfederung komfortabel gefedert. Sie sind allerdings oftmals groß und durch meist starre Räder wenig wendig. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist oder sich in der überlaufenen Stadt bewegt, sollte lieber auf moderne Kombi-Modelle setzen. Viele Hersteller bieten ein modernes Design, das mit einer komfortablen Handhabung kombiniert wird.

Eltern bauen ein Kinderbett auf.
Babybetten können selbstständig auf- und umgebaut werden. iStock.com/AleksandarNakic

Für ruhige Nächte: Das richtige Babybett

Unruhige Nächte, kaum Schlaf – darunter leiden viele junge Eltern. Babys schlafen viel. Aber im Gegensatz zu Erwachsenen machen sie tagsüber vorwiegend immer mal wieder ein Nickerchen und wachen dafür nachts des Öfteren auf.

Wird nachts gestillt, ist ein sogenanntes Beistellbett sehr praktisch. Es ist zum Elternbett hin geöffnet und schließt nahtlos an die Elternmatratze. Das Baby wird zum Stillen einfach herübergezogen. Mama und Kind können viel schneller wieder einschlafen, da die Position nicht verändert wird. Davon profitiert auch der Papa. Alle liegen im eigenen Bett und werden nicht gestört. Zusätzlich bietet die körperliche Nähe zu den Eltern dem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Die vom Baby wahrgenommenen Atemgeräusche der Eltern wirken besonders beruhigend auf den Nachwuchs und fördern den Schlaf.

Anstelle eines speziellen Beistellbettes können Sie allerdings auch ein klassisches Kinderbett kaufen und eine Seite geöffnet lassen. Das können Sie dann später wieder komplettieren und verwenden, wenn das Kind besser durchschläft und das eigene Kinderzimmer bezieht. Ein normales Kinderbett lässt sich allerdings meist nicht in der Höhe verstellen und somit optimal ans Elternbett anpassen. Die Liegefläche des Elternbetts sollte dabei genau dieselbe Höhe haben wie das Beistellbett, damit das Kind nicht durch rasche Bewegungen herunterfällt. Achten Sie zudem darauf, ob sich das Beistellbett auch ohne Partner schnell, einfach und sicher fixieren lässt. Damit dies gelingt, ist eine flexible Höhenverstellbarkeit das A und O. Verbindungsstücke, die das Beistellbett mit dem Elternbett verbinden, gibt es im Fachhandel. Achten Sie beim Beistellbett der Marke „Eigenbau“ darauf, dass keine große Lücke zum Elternbett entsteht.

Viele Eltern nutzen das Babybett wie einen Laufstall: als einen flexiblen und sicheren Aufbewahrungsort, der durch Rollen beliebig in der Wohnung positioniert werden kann. Das Baby kann dann ungestört überall schlafen oder gefüttert werden. Unser Tipp: Rollen lassen sich ganz einfach an fast jedes Kinderbett anbringen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass die Rollen festgestellt werden können, damit das Bettchen stabil und sicher steht!

Das Babybett ist ein wahrer Allrounder und ein echtes Must-Have für Eltern. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf schadstofffreie, möglichst natürliche Materialien. Das gilt natürlich auch bei der Anschaffung einer Babywiege oder einem Babykörbchen.

Mutter und Baby im Babyautositz fahren mit dem Auto.
Für hohe Sicherheit sorgt der richtige Autositz. iStock.com/Halfpoint

Baby an Bord: Der richtige Kindersitz für Auto und Fahrrad

Babyschwimmen, Arzttermine, Besuch bei den Großeltern – ein Baby hält einen nicht nur zu Hause auf Trab. Wer eher in ländlichen Regionen wohnt, ist somit oft mit dem Auto unterwegs. Der Autokindersitz ist damit für Eltern mit Auto ein absolutes Must-Have. Auch hier ist die Auswahl riesig. Kriterien für die Auswahl sind unter anderem: Gewichtsklasse, Prüfzeichen, Befestigungsart und einige wichtige Extras.

Unabhängig von der Normgruppe des Kindersitzes sollte beim Kauf unbedingt das ECE-Prüfsiegel beachtet werden! Das informiert über die passende Fahrzeuggruppe, die Gewichtsklasse des Babys und das Genehmigungsland. Beispielsweise sind sogenannte i-Size-Sitze nur für Fahrzeuge mit Isofix-System geeignet. In der Fahrzeugtypenliste, die meist vom Hersteller der Babysitze freigegeben wird, können Sie nachlesen, ob der i-Size-Sitz zu Ihrem Fahrzeugmodell passt.

Und was gibt’s noch zu beachten? Der Kindersitz ist für jede Autofahrt unverzichtbar und kann mit passendem Zubehör aufgewertet werden. So hält auf längeren Fahrten in kalten Jahreszeiten ein Fußsack warm. Im Sommer schützt ein passender Sonnenschutz. Und weil Babys und Kinder auf längeren Autofahrten gerne schlafen, ist ein Nackenhörnchen als Kopfstütze die perfekte Ergänzung.

Aber auch beim Fahrradfahren kann der Nachwuchs schon früh mit dabei sein. Ihr Baby kann in einem speziellen Sitz für Fahrradanhänger mitfahren. Dabei ist auf eine ergonomische Liegeposition zu achten, denn diese ist selbst für die empfindliche Wirbelsäule der Kleinsten ideal. Der Babysitz sollte an mehreren Punkten am Rahmen des Anhängers abgespannt werden – das ist nicht nur super stabil, sondern federt zusätzlich Stöße ab. So liegt Ihr Baby quasi frei schwebend, wie in einer stabilen Babyhängematte, im Kinderanhänger. Hier gilt ebenfalls: Denken Sie daran, öfter mal eine Pause einzuplanen. Denn genau wie bei Autofahrten in Babyschalen gilt auch beim Fahrradanhänger mit Babysitz: Nicht zu lange am Stück fahren. Die Rücken- und Bauchmuskulatur Ihres Babys ist noch nicht kräftig für lange Fahrten und braucht regelmäßige Entlastung.

Wichtige Infos zu den 5 ECE-Normgruppen

Die fünf ECE-Normgruppen sind die international geltenden Standards für Kinderautositze. Diese richten sich nach dem Gewicht (Vorsicht, nicht nach dem Alter!) des Kindes. Normgruppe 0 ist für die Kleinsten mit einem Gewicht von 0 bis 10 Kilogramm vorgesehen. Die Erweiterung dieser Gruppe ist die Klasse 0+, welche für Babys zu einem Gewicht von 13 Kilogramm genutzt werden kann. In diesen zwei Klassen werden nur Babyschalen verwendet, wobei die Ausrichtung bzw. Position des Autositzes immer nach der Empfehlung des Herstellers erfolgen muss. Vorgeschrieben ist meist, den Sitz entgegen der Fahrtrichtung zu befestigen. Wiegen die Babys nach etwa zwölf Monaten mehr als 13 Kilogramm, sind Sitze der Normgruppe 1 zu wählen. Auch hier sind viele Sitze noch so geformt, dass das Baby bequem während der Autofahrt liegen kann und der Rücken dabei geschont wird.

Während die Normgruppen 0, 0+ und 1 nur Modelle anbieten, die genau für die Gewichtsklasse des Babys bestimmt sind, können „mitwachsende“ Modelle ab der Normgruppe 2 ausgesucht werden. Diese passen sich aufgrund ihrer Konstruktion dem wachsenden Kind an, das mittels 3-Punkt-Gurt angeschnallt wird und können so länger verwendet werden.

Papa wickelt sein Baby auf einem Wickeltisch.
Der Wickeltisch schont den Rücken und bietet Komfort. shutterstock.com/petrunjela

Einfach gewickelt auf dem passenden Wickeltisch

Wickeln stärkt das Vertrauen zwischen Eltern und Kind. Ein fester Platz schafft Nähe. Durch den gewohnten Platz wird eine Routine entwickelt, die dem Kind Geborgenheit vermittelt. Der Wickeltisch ist somit das nächste Must-Have für frischgebackene Eltern. Und der richtige Wickeltisch kann den Alltag mit dem Baby deutlich erleichtern.

Zunächst sollten Sie darauf achten, dass die Wickelfläche des Tisches groß genug ist. Liegt der kleine Liebling am Anfang noch ruhig auf dem Rücken, versucht er schon bald die erste Drehung auf den Bauch. Einige Babys können sich schon mit drei Monaten vom Bauch auf den Rücken drehen. Genug Platz bedeutet beim Wickeltisch also neben Komfort auch Sicherheit. Eine Absturzsicherung ist dennoch wichtig: Je höher die seitlichen Stützen am Kopfteil sind, desto besser. Doch Vorsicht: Lassen Sie trotz der Sicherungen Ihr Baby niemals unbeaufsichtigt auf der Wickelkommode. Abnehmbare Sicherungen sind besonders praktisch. So kann die Wickelkommode zu einer normalen Kommode fürs Kinderzimmer umgebaut werden.

Viel Platz ist auch in Bezug auf den Stauraum für alle Utensilien rund ums Wickeln empfehlenswert. Hier gilt: Viel Platz hilft viel! Nichts ist unpraktischer als beim Wickeln plötzlich zu merken, dass neue Windeln erst aus dem nächsten Zimmer geholt werden müssen. Schubkästen unter der Liegefläche oder offene Fächer schaffen hier Abhilfe. Pflegecreme, Schnuller und Feuchttücher sollten jederzeit griffbereit auf dem Wickeltisch liegen. So haben Sie immer eine Hand am Kind und können auch einhändig alles erreichen.

Schonen Sie Ihren Rücken! Achten Sie darauf, dass der Wickeltisch ausreichend hoch ist. Eine niedrige Wickeltischhöhe beträgt hierbei ca. 85 bis 88 Zentimeter, eine hohe für größere Personen zwischen 90 und 95 Zentimeter.

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es ein breites Angebot an Ausstattung für das Baby. Neben den vorgestellten Basics hat natürlich jeder seine eigenen, ganz individuellen Bedürfnisse und Wünsche in Sachen Ausrüstung für das Neugeborene. Ist es nicht das erste Kind sind einige der Gegenstände sogar bereits vorhanden und können wiederverwendet werden. Am besten geeignet sind genau die Dinge, welche sich für Sie persönlich am nützlichsten erweisen oder am sinnvollsten erscheinen.

Roboter im Haushalt – Osterputz mal ganz entspannt

Autor: Judith Müller
Veröffentlicht: 27.03.2024
Aktualisiert: 27.03.2024

Der Frühling liegt bereits in der Luft und Ostern steht vor der Tür, für Viele heißt das Frühjahrsputz im Haus oder der Wohnung. Doch das bedeutet nicht, dass Sie die nächsten Tage mit Putzeimer und Lappen verbringen müssen. Von Staubsaugerrobotern bis hin zu autonomen Fensterputzern – die Technologie ist bereits sehr fortschrittlich und kann unsere Putzroutine in manchen Bereichen stark vereinfachen. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die Rolle der Roboter im Haushalt und wie diese Ihnen bei dem Frühjahrsputz vor Ostern helfen können. Lassen Sie uns gemeinsam erkunden, wie diese kleinen Helfer unseren Alltag vereinfachen und uns mehr Zeit für die Dinge geben, die wirklich wichtig sind.

Technische Hilfe zu Hause: Übernehmen Roboter in Zukunft die Hausarbeit? iStock.com/miriam-doerr

Kochen, bügeln, Wäsche falten: Haushaltsroboter werden Alleskönner

Die Haushaltspflichten rauben nicht nur Zeit, sie bereiten den meisten auch keinen Spaß – da kommen die Smart-Home-Helfer wie gerufen. Während sie für Sauberkeit sorgen, bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Haushaltsroboter können sogar jene Zeit nutzen, die Ihnen nicht zur Verfügung steht: Mittels smarter Fernsteuerung können Sie den Boden wischen lassen, während Sie arbeiten. Oder Sie entspannen im Wintergarten während der Mähroboter Ihren Rasen trimmt. Die technische Entwicklung boomt und den Einsatzmöglichkeiten der smarten Helfer sind bald keine Grenzen mehr gesetzt. Während einige der High-Tech-Gadgets noch in den Kinderschuhen stecken, sind andere bereits leistungsstark einzusetzen. Wir stellen Ihnen die beliebtesten unter den aktuellen Haushaltsrobotern vor.

Diese Haushaltsroboter sind bereits auf dem Markt
  • Staubsaugerroboter
  • Wischroboter
  • Fensterputzroboter
  • Mähroboter
  • Katzentoilettenroboter
  • Photovoltaik-Reinigungsroboter
  • Regenrinnenreinigungsroboter
  • Poolreinigungsroboter
  • Bügelroboter
  • Wäschefaltroboter
  • Koch- und Backroboter
  • Sicherheitsroboter
Staubsaugen leicht gemacht: Lassen Sie die Arbeit vom Saugroboter erledigen. iStock.comSouth_agency

Der Saugroboter

Zu den Lieblingen unter den Haushaltsrobotern gehört der Saugroboter. Kein Wunder, immerhin gewinnen Sie damit 52 Stunden im Jahr. Das Beste an den digitalen Heinzelmännchen ist übrigens, dass sie ihrer Aufgabe nie müde werden: Während Sie selbst vielleicht nur zwei- bis dreimal die Woche die Zeit fürs Saugen aufbringen können, steht Ihr Saugroboter täglich rund um die Uhr zu Ihren Diensten. Nur Ordnung müssen Sie selbst halten. Denn bewegliche Hindernisse wie Kleidung oder Kinderspielzeug können dazu führen, dass sich der Saugroboter unverrichteter Dinge ausschaltet. Doch hat er erstmal freie Fahrt, wird die Arbeit ohne Murren erledigt.

Dabei sind die meisten Saugroboter durchaus erschwinglich: Schon ab 100 Euro zieht er bei Ihnen ein. Ein leistungsstarkes Markenprodukt kann hingegen bis zu 1.000 Euro kosten, überzeugt dabei jedoch mit Effizienz. Um Strompreise müssen Sie sich nicht sorgen, mit nur durchschnittlich sechs Euro Energiekosten pro Jahr ist der Haushaltshelfer vergleichsweise sparsam.

Wichtig beim Kauf: Achten Sie auf die Akkulaufzeit und Aktionsradius. Haben Sie eine größere Wohnung, kann es sein, dass einem leistungsschwachen Saugroboter zwischendrin die Luft ausgeht. Auch die Größe ist entscheidend. Soll er unter dem Sofa saugen, sollte er auch flach genug dafür sein. Die Lautstärke kann ebenfalls zum Kaufkriterium werden – zumindest dann, wenn man auf Nachbarn und Ruhezeiten zu achten hat.

Er braucht etwas Aufsicht, ist sonst aber autark: der Wischroboter. iStock.comcarloscardetas

Der Wischroboter

Einige Wischroboter können nur trocken wischen, andere nur nass. Manche können beides. Dabei sind die Nasswischroboter echte Ressourcensparer: Im Gegensatz zum händischen Wischen verwenden sie Wasser und Reinigungsmittel vergleichsweise effizient. So ein Wischroboter ist auch um einiges gelenker, er kommt beispielsweise auch ohne Weiteres unters Bett. Wie beim Saugroboter müssen Sie jedoch auch hier im Vorfeld aufräumen.

Preislich bewegen sich die meisten Wischroboter zwischen 200 und 300 Euro – je mehr Funktionen Sie sich wünschen. Einige High-End-Modelle überzeugen mit einer ausgeklügelten Navigation und unterschiedlichen Reinigungsmodi. Der große Unterschied zum Saugroboter: Beim Wischen sollten Sie stets vor Ort sein, da Strom und Wasser immer eine gefährliche Kombination darstellen. Sie können währenddessen jedoch wichtigere Dinge tun als selbst zu schrubben.

Achten Sie beim Kauf eines Wischroboters vor allem auf die Größe des Wassertanks und die Akkuleistung, damit das Wischen auch wirklich in einem Rutsch geht und nicht durch lange Ladezeiten unterbrochen wird.

Größerer Aufwand, aber umso mehr Nutzen: Fensterputzroboter sind enorm effektiv, wenn es richtig anstrengend wird. iStock.comSinenkiy

Der Fensterputzroboter

Das Fensterputzen gilt neben dem Reinigen des Badezimmers bei Vielen als nervigste Tätigkeit im Haushalt. Der Fensterputzroboter leistet hierbei tatkräftig Unterstützung – und kann nicht nur Fenster streifenfrei reinigen, sondern auch Tischplatten oder Duschen. Er hält sich entweder durch ein Vakuum oder durch Magnete an der jeweiligen Oberfläche, eine Sicherheitsleine bewahrt den Roboter zusätzlich vor einem Absturz. Diese Leine muss im Vorfeld fest verankert werden. Aufwändig, aber wichtig: die permanente Stromzufuhr. Zwar gibt es für Notfälle einen Akku, die Hauptversorgung wird allerdings via Kabel gesichert. Dieses muss im Vorfeld verlegt werden. Der Mikrofaserlappen, mit dem gewischt wird, muss im Nachhinein zudem manuell entfernt und gewaschen werden. Auch ein Nachwischen der Scheiben ist teilweise nötig.

Sie sollten sich also im Vorfeld einer Anschaffung bewusstmachen, dass ein solches Gerät vergleichsweise viel Vor- und Nacharbeit erfordert. Daher eignet sich der Fensterputzroboter besonders für großflächige oder schwer erreichbare Scheiben – auch Ladenschaufenster können damit bequem gereinigt werden. Die unterschiedlichen Modelle kosten zwischen 200 und 700 Euro.

Der Held im Rasen: Ein Mähroboter spart Zeit und Nerven im idyllischen Grün. iStock.comJurgaR

Der Mähroboter

Auch im Garten ist das Roboterzeitalter längst angekommen. Der Mähroboter parkt in seiner Garage und ähnlich dem Saugroboter verrichtet er seine Arbeit nahezu selbständig. Ihre Aufgabe? Programmieren Sie seinen Einsatz ganz nach Ihren Wünschen. Und erfreuen Sie sich am gut getrimmten Rasen, während Sie im Garten relaxen. Pluspunkt: Der smarte Mähroboter ist sehr rasenfreundlich.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Motormähern schneiden Mähroboter nur kurze Stücke von den Halmen und lassen sie als Dünger liegen. Das sogenannte Mulchen fördert die Artenvielfalt und verhindert die Verfilzung des Rasens.

Das Begrenzungskabel gibt dem Mähroboter sein Operationsgebiet vor. Dieses erstreckt sich von der Ladestation im Uhrzeigersinn. Nach einigen Wochen ist das Kabel eingewachsen und fast nicht mehr zu sehen – Sie sollten allerdings dennoch daran denken, wenn Sie mit Hacke und Spaten im Garten selbst Hand anlegen. Wesentlich teurer sind Mähroboter mit GPS-Funktion: Sie erkennen die Rasenkante selbst. Das ist die intelligenteste Lösung. Mit einem „Global Positioning System“ orientiert sich der Mähroboter selbständig auf Ihrer Rasenfläche.

Ein Mähroboter beginnt ab circa 300 Euro. Dabei sollten Sie beim Kauf abwägen, ob Sie in ein Discounter-Modell wählen oder sich für ein etabliertes Markenprodukt ab circa 700 Euro entscheiden. Letzteres hat den Vorteil, dass Ersatzteile auch noch Jahre später lieferbar sind. Bedenken Sie vor dem Kauf auch noch eventuelle Zusatzkosten wie eine Garage, den Installationsservice oder individuelles Zubehör wie Versiegelungssprays, Gleitplatten oder GPS-Tracker. Für den Mähroboter gibt es viele Zusatzfunktionen – die meisten von ihnen entfalten ihren Nutzen jedoch erst ab einer Rasenfläche von 200 Quadratmetern. Die Stromkosten belaufen sich dabei auf 10 bis 30 Euro pro Jahr.

Kosten für einen Haushaltsroboter im Überblick

  • Der Saugroboter: Günstige Modelle werden bereits für 100 Euro angeboten. Wer jedoch die volle Leistung will, sollte circa 1.000 Euro investieren.
  • Der Wischroboter: Die meisten Modelle liegen preislich zwischen 200 und 300 Euro.
  • Der Fensterputzroboter: Zwischen 200 und 700 Euro sind diese Roboter zu haben.
  • Der Mähroboter: Mähroboter sind bereits ab 300 Euro zu haben. Die Discounter-Modelle haben jedoch oft Einschränkungen in ihren Funktionen. Ein etabliertes Markenmodell kostet circa 700 Euro.

Finanzierung: Sollten Sie von Ihrem zukünftigen Haushaltshelfer auch wirklich etwas haben wollen, lohnt sich eine höhere Investition. Diese lässt sich ganz bequem mit unserem fairen Credit ermöglichen.

Wichtig: nicht alle Roboter sind smarte Haushaltshelfer

Von smarten Zusatzfunktionen spricht man immer dann, wenn die Haushaltshelfer internetfähig sind und über eine App via Smartphone, Tablet oder Sprachbefehle gesteuert werden können. Roboter ohne Smart-Funktion unterstützen zwar ebenso tatkräftig im Haushalt, müssen allerdings händisch ein- und ausgeschaltet werden. Der Vorteil von smarten Robotern besteht also darin, dass Sie diese Geräte von überall individuell programmieren und überwachen können. Smarte Roboter benötigen dazu sowohl ein Funkmodul als auch ein sogenanntes Gateway, eine Steuerzentrale. Da solche Roboter über Sensoren ihre zu bearbeitenden Flächen kartographieren, können sie die Arbeit entsprechend schneller erledigen als ihre nicht smarten Kollegen.

Das können smarte Roboter im Haushalt:
  • Programmierung nach Tag und Uhrzeit
  • Starten und Pausieren des Haushaltsroboters von außerhalb
  • Festlegung der Bereiche, die der Roboter reinigen soll
  • Anzeige des aktuellen Status: Ist das Gerät in Aktion, ist die Arbeit abgeschlossen oder wird der Akku aufgeladen?

Die Zukunftsvision der Haushaltsrobotik

Schon jetzt arbeiten Mensch und Roboter eng zusammen. Im Haushalt muss der Mensch jedoch noch immer Rücksicht auf die Maschine nehmen. In der Industrie hingegen lernen die helfenden Roboter vorsichtig zu sein: Sie messen Sicherheitsabstände, reagieren auf Berührung und passen sich dem individuellen Tempo ihres menschlichen Kollegen an. Diese Art von Intelligenz soll künftig auch in Haushaltsrobotern zu finden sein.

Noch besser: Sie sollen selbst erlernen, welches Verhalten im Haushalt angebracht ist. So könnten sie Familienmitglieder an ihren Stimmen und Gesichtern erkennen. Und auch das Lesen von grundlegenden Emotionen und das Erkennen unserer Gewohnheitsmuster wäre denkbar. Das wäre auch der erste Schritt hin zum Multitasking-Roboter. Bislang üben sie im Wesentlichen eine Funktion aus. Ein Saugroboter saugt, ein Wischroboter wischt. Zukünftig soll ein Roboter auch den Müll rausbringen, dem Kind eine Gutenachtgeschichte vorlesen oder mit dem Hund Gassi gehen. Das ist derzeit zwar noch Zukunftsmusik, wenn es jedoch soweit ist, wird es unseren Alltag enorm verändern.

Lohnt sich eine Anschaffung?

Haben die Haushaltsroboter freie Fahrt, bieten sie eine Entlastung von ungeliebten Pflichten. Bei Hindernissen leidet dann unter Umständen die Arbeitsqualität. Saugroboter sind beispielsweise für Hochflorteppiche ungeeignet und reinigen nur Hartböden zufriedenstellend. Mähroboter weichen nicht automatisch Hindernissen aus – hier kann es für kleine Tiere wie Igel und Co. schnell gefährlich werden.

Die durchschnittlichen Preise intelligenter Haushaltshelfer sind in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich gefallen. Die Preise für Mähroboter sind beispielsweise deutlich gesunken. Die Technik ist auf dem Vormarsch und wer jetzt in ein technisch ausgereiftes System investiert, profitiert davon auf Dauer. Vor dem Kauf sollten Sie sich jedoch intensiv damit beschäftigen, in welchem Umfang Sie den Haushaltsroboter nutzen wollen. Soll er Ihnen vollwertig zur Verfügung stehen, sollten Sie nicht am falschen Ende sparen.

Kostengünstig und mit einfachen Mitteln renovieren – egal ob Mieter oder Eigentümer

Autor: Florian Heuschmid
Veröffentlicht: 20.03.2024
Aktualisiert: 20.03.2024

Auch Wohnungen und Häuser kommen irgendwann in die Jahre. Die Badfliesen spiegeln den Zeitgeist der 80er Jahre wider. Die Küche ist abgenutzt, die Silikonfugen grau und die Tapete ist von anno dazumal. Zeit für eine Renovierung! Oft reichen auch schon kleine Veränderungen, um dem eigenen Zuhause einen frischen Look zu verpassen. Mit unseren Tipps und ein bisschen handwerklichem Geschick können Sie viele Arbeiten einfach selbst übernehmen. Doch darf in der Mietwohnung einfach ein neuer Boden verlegt oder im Bad ein neuer Waschtisch angebracht werden? Auch dieser Frage gehen wir in unserem Blogartikel rund um das Thema Renovierung nach.

Eine Frau ist im Schlafzimmer und richtet eine Vase
Wir zeigen, wie Sie Ihre Wohnung mit einfachen Mitteln in ein stimmungsvolles Zuhause verwandeln. iStock.com/RossHelen

Frischer Look dank neuer Wandfarbe und modernen Tapeten

Mit neuer Farbe oder Tapete lassen sich schnell und einfach neue Akzente setzen. Dafür muss nicht gleich die ganze Wohnung gestrichen werden. Oftmals reicht es bereits aus, wenn einzelne Wände einen neuen Anstrich bekommen. Besonders bei offenen Grundrissen oder in Einraumwohnungen können so einzelne Wohnbereiche optisch voneinander getrennt werden. Auch eine auffällige Tapete an nur einer Zimmerwand sorgt im Handumdrehen für frischen Wind. Die Auswahl bei Material und Motiv ist riesig. Online oder im Baumarkt wird man hier schnell fündig. Für Mietwohnungen gilt: Der Vermieter kann bei Auszug verlangen, dass alles wieder in den ursprünglichen Zustand gesetzt wird.

Zusätzliche Lichtschalter und Verkabelungen

Die richtige Beleuchtung macht viel des eigentlichen Wohnambientes aus. Helles Licht am Schreibtisch, gemütliches Licht im Wohnzimmerbereich. Bestenfalls kann man zwischen funktionaler und stimmungsvoller Beleuchtung wählen. Oftmals ist die Steckdose nicht an der richtigen Stelle oder Lichtschalter fehlen da, wo man sie eigentlich braucht. In Sachen Elektrik lässt sich einiges optimieren. Die einfachste und günstigste Variante: Das Stromkabel wird sichtbar auf der Wand verlegt. Eleganter ist die Verlegung der Kabel unter Putz. In Mietobjekten muss dies der Vermieter aber vorab genehmigen. Und Vorsicht: Die Arbeiten an der Elektrik sollte unbedingt immer ein Fachmann übernehmen. Bei älteren Häusern und Wohnungen kann dieser am besten einschätzen, ob mit einer Überlastung des gesamten hausinternen Stromnetzes zu rechnen ist.

Parkett statt Teppichboden

Ein neuer Bodenbelag erzielt mitunter den größten Wow-Effekt. Sogenanntes Klick-Laminat wird schwimmend, also nicht fest mit dem Untergrund verbunden, verlegt und kann jederzeit wieder rückgebaut werden. Auf eine ausreichende Trittschalldämpfung sollte man aber besonders in Mietshäusern achten, damit die Nachbarn unterhalb der eigenen Wohnung nicht bei jedem Ihrer Schritte gestört werden. Hochwertiger und langlebiger als das Klick-Laminat ist natürliches Echtholz-Parkett, das ebenfalls schwimmend verlegt werden kann. Will man doch irgendwann wieder einen anderen Fußboden verlegen oder muss bei einem Auszug den ursprünglichen Bodenbelag wiederherstellen, ist es ebenfalls schnell entfernt. So ist man bei der Wohnraumgestaltung maximal flexibel.

Aus eins mach zwei – Zwischenwände einziehen

Raumtrennung oder begehbarer Kleiderschrank – große Zimmer können mit Zwischenwänden neugestaltet werden. Eine Trockenbauwand aus Metallständern und Gipskartonplatten ist relativ schnell gebaut. Das bekommen auch handwerklich begabte Laien mit ein wenig Übung hin. Zusätzliche Wände können allerdings die Lüftung der Wohnung beeinflussen. Damit Sie in Mietwohnungen nicht für mögliche Feuchtigkeitsschäden haftbar gemacht werden können, müssen Sie die Zwischenwand vom Vermieter bewilligen lassen und sollten gegebenenfalls den Rat eines Fachmanns einholen. Zur Not kann die Zwischenwand im Falle eines Auszugs auch wieder zurück gebaut werden.

Welche Renovierungsarbeiten muss der Vermieter genehmigen?

Grundsätzlich gilt: Renovierungsarbeiten, die keine baulichen Veränderungen darstellen, bedürfen nicht der Zustimmung des Vermieters. Darunter fallen alle Verschönerungsaktionen, die problemlos rückgängig gemacht werden können. Tapezieren, Malern oder Bilder aufhängen – alles kein Problem. Will man eine Trennwand einziehen oder neue Sanitäranlagen installieren, geht das hingegen nur mit dem Einverständnis des Vermieters. Auch alles, was fest eingebaut ist, darf ohne OK des Vermieters nicht entfernt werden. Selbst, wenn Dielen oder Parkett beschädigt oder unansehnlich geworden sind.

Küche im neuen Look – so einfach geht‘s

Die Küche erstrahlt mit neuen Fronten im neuen Glanz. Wer Geld sparen will, gibt den Fronten mit Klebefolien einen neuen Look oder streicht sie einfach. Selbst eine neue Struktur kann mittlerweile aufgemalert werden. Neue Türgriffe, der Austausch der Arbeitsplatte oder auch Nischenpaneele sorgen ebenfalls schnell für frischen Wind in der Küche. Auch kleine Veränderungen machen viel aus: Etwa ein neuer Lampenschirm, der die Küche in ein wärmeres Licht taucht. Für Mieter gilt: Gehört die Küche dem Vermieter, muss er den Umbaumaßnahmen zustimmen.

Fliesen – Hier können Sie kreativ sein

Wer neu Fliesen will, muss genau planen. Große Fliesen vergrößern optisch den Raum, ein strukturiertes Fliesenraster lässt einen kleinen Raum ruhiger wirken. Wird im Zuge der Renovierung auch die Elektrik erneuert, muss der Elektriker beispielsweise die Höhe der Steckdosen an das Fliesenmaß anpassen. Ein Job, den man für ein optimales Ergebnis und aus Sicherheitsgründen unbedingt dem Profi überlassen sollte.

Wer nicht so viel investieren möchte: Fliesenfolie ist die günstige Alternative zur Fliesenerneuerung in Bad und Küche. Außerhalb des Nassbereichs können Fliesen auch einfach übertapeziert werden. Unansehnlichen Fugen kann man mit Klarspüler und Zahnbürste zu Leibe rücken. Die Verwendung von „Fugen-Frisch-Farbe“ ist eine weitere Alternative, die Mieter allerdings mit ihrem Vermieter absprechen müssen.

Alte Silikonfugen erneuern

Graue, brüchige Silikonfugen sehen unansehnlich aus. Dringt durch die gerissenen Fugen Wasser, kann sich zusätzlich Schimmel bilden. Und so gehört normalerweise zur „Instandhaltung der Mietsache“ auch das Erneuern der Silikonfugen. Im Mietvertrag ist geregelt, wer für den Austausch der Fugen verantwortlich ist. Steht dazu nichts im Mietvertrag, können Sie davon ausgehen, dass undichte Silikonfugen nicht zu Ihrem Verantwortungsbereich gehören. Da sie kein „dem Mieter zugänglicher Installationsgegenstand für Wasser“ darstellen, muss sich der Vermieter um die Fugenerneuerung kümmern.

Der wohl einfachste Deko-Tipp? Weniger ist manchmal mehr. iStock.com/svetikd

Dekoration – setzt Ihren Räumen die Krone auf

Der wohl einfachste Deko-Tipp? Weniger ist manchmal mehr. Stimmen Sie Ihre Dekoration auf die Farben Ihrer Zimmer ab. Meist dominieren nämlich nur ein oder zwei Töne einen Raum. Diese sollten Sie aufgreifen. So wirkt alles wie aus einem Guss und gleichzeitig nicht gekünstelt. In unserem Beispiel sind die Grundtöne des Raumes Grün und Weiß. Dekoartikel in Naturtönen setzen zusätzlich Akzente und verleihen dem Raum Wärme. Unser Tipp: Indirektes Licht durch Kerzen oder Tischlampen verleiht jedem Raum eine persönliche Note, ohne dass man dafür viel Geld ausgeben muss.

Digital Detox: Die Lösung gegen die Smartphone-Abhängigkeit?

Autor: Christiane Tietz
Veröffentlicht: 13.03.2024
Aktualisiert: 20.03.2024

In den letzten Jahren wurde immer wieder auf die Auswirkungen der Smartphone-Abhängigkeit auf Körper und Geist aufmerksam gemacht. So hat der sogenannte Digital Detox erheblich an Bedeutung gewonnen. Digital Detox beschreibt die vorübergehende eingeschränkte Nutzung digitaler Technologien, wie beispielsweise den reduzierten Gebrauch des Smartphones oder den Verzicht auf das Tablet.

Einfach sich einmal eine Auszeit von Smartphone, Social Media und Co. gönnen. encierro – stock.adobe.com

Stress durch Social Media: Hilft Digital Detox wirklich?

Es ist medizinisch bewiesen, dass der permanente Gebrauch des Smartphones und der dauerhafte Zugang zur digitalen Welt gesundheitliche Probleme verursachen können. In erster Linie sind es die Social Media-Apps, die uns teilweise bis zu 80 Mal am Tag dazu verleiten, das Handy zu entsperren, um „nur kurz nachzusehen”, was es Neues auf Instagram und Co. gibt.

Diese digitale Abhängigkeit verursacht bei vielen Menschen psychischen Stress und Schlafstörungen. Außerdem lenkt sie oft von wichtigen Dingen ab und führt zur sozialen Isolation. Ein Digital Detox soll dabei helfen, diese Symptome zu minimieren und einen bewussteren Umgang mit den neuen Medien zu erlangen. Dabei sehen Sie für einen bestimmten Zeitraum davon ab, Ihr Smartphone oder Tablet zu nutzen und Ihre Freizeit online zu verbringen. Die Frage ist nur, ob eine vorübergehende digitale Entgiftung wirklich hilft, die Abhängigkeit in den Griff zu bekommen.

Es gibt inzwischen einige Studien und Untersuchungen, die zeigen, dass ein Digital Detox tatsächlich Stress reduziert und dabei hilft, entspannter und aufmerksamer aufzutreten. Wir werden dadurch kreativer und fühlen uns allgemein wohler. Nicht zuletzt verbessert sich auch unsere Frustrationstoleranz, was wichtig ist, um schwierige Situationen zu meistern und Probleme anzugehen. Ein Digital Detox verhilft uns zu einem klareren Verstand und mehr Achtsamkeit.

Wie funktioniert Digital Detox im Alltag?

Die besten Effekte erzielen Sie mit einem Digital Detox, wenn Sie diesen in Ihren Alltag integrieren. Doch wie stellt man das an? Wir haben für Sie einige Punkte zusammengefasst, die zeigen, wie ein Digital Detox gelingen kann.

  • morgens nach dem Aufstehen nicht gleich auf das Handy schauen
  • beim Essen das Smartphone bewusst weglegen
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht automatisch das Smartphone aus der Tasche holen, um die Zeit zu überbrücken
  • beim Treffen mit Freunden auf das Smartphone verzichten
  • Arbeitspausen nicht am Handy verbringen
  • Handy und Tablet abends ausschalten oder in ein anderes Zimmer legen
  • Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Co. einschränken
Tipp: Privates Umfeld einweihen

Um Missverständnisse zu vermeiden, kann es helfen, Ihre Kontaktpersonen über Ihren Digital Detox zu informieren. Geben Sie Ihrer Familie und Ihren Freunden Bescheid und erklären Sie ihnen, dass es mal etwas länger dauern kann, bis Sie auf eine Nachricht oder Mitteilung reagieren, damit minimieren Sie auch Ihren Druck direkt zu antworten.


Im Alltag kann es auch besonders helfen, Chatgruppen bzw. ganze Apps stummzuschalten und Push-Benachrichtigungen zu blockieren. So fällt Ihr Blick nicht mehr ständig auf das Display und verleitet Sie dazu, das Handy in die Hand zu nehmen. Natürlich können Sie für den Digital Detox Ihr Smartphone auch in den Flugmodus stellen oder ganz ausschalten. Nach einer gewissen Zeit haben Sie nicht mehr das Verlangen, ständig nachsehen zu wollen, ob neue Nachrichten eingetroffen sind.

Wie fühlt sich eine Woche ohne Smartphone & Co. an?

Einen Digital Detox bewusst in seinen Alltag zu integrieren, kann sehr schwierig sein. Heutzutage ist ein Leben ohne Smartphone ohnehin kaum vorstellbar und es gibt gewisse Situationen, in denen man nicht darauf verzichten kann:

  • berufliche Erreichbarkeit
  • wichtige Nachrichten von Angehörigen
  • Online-Banking-Geschäfte
  • Termine und Erinnerungen im Kalender

Möchten Sie jedoch trotzdem versuchen, Ihre elektronischen Geräte bewusster zu verwenden und mehr Offline-Zeit zu genießen, kann es helfen, den Digital Detox zum guten Neujahrsvorsatz zu machen. Überlegen Sie sich, wann es für Sie am ehesten möglich wäre, eine Woche lang auf alles zu verzichten. Ein Urlaub bietet sich dafür zum Beispiel hervorragend an, da die berufliche Erreichbarkeit währenddessen wegfällt. Doch wie fühlt sich eine Woche ohne Smartphone und andere digitale Geräte an?

Das empfindet zwar sicher nicht jeder Mensch gleich, doch die ersten Tage sind vermutlich herausfordernd. Nach kurzer Zeit gewöhnen Sie sich allerdings daran und fangen an, erste Veränderungen zu bemerken:

  • Sie nehmen Ihre Umgebung besser wahr und sind bei Gesprächen aufmerksamer
  • Sie haben mehr Zeit, um Dinge zu tun, die Ihnen Freude bereiten
  • Sie sind konzentrierter und nehmen Erlebnisse intensiver wahr
  • Ihre Schlafqualität verbessert sich, da ihr Schlafrhythmus nicht durch das blaue Licht des Displays gestört wird

Sobald diese Veränderungen einsetzen, beginnen Sie damit, über Ihr digitales Nutzungsverhalten nachzudenken. Möglicherweise führt das sogar dazu, dass Sie zukünftig viel nachhaltiger und bewusster mit Ihrem Smartphone, Tablet und mit den sozialen Medien umgehen.

Kann ein Digital Detox kurzfristig helfen, Stress zu reduzieren?

Wenn Sie die Smartphone-freien Zeiten während des Digital Detox und im Idealfall auch danach einhalten, können Sie Stress abbauen. Sie fühlen sich insgesamt besser. Es ist nachgewiesen, dass der permanente Gebrauch der digitalen Geräte eine Überlastung verursacht. Insbesondere die Nutzung von Social Media trägt entscheidend zur Stressbildung bei, auch wenn Sie das vielleicht gar nicht direkt wahrnehmen. Der Druck, digital interagieren zu müssen, steigt schnell an.

Durch einen Digital Detox werden deutlich weniger Stresshormone ausgeschüttet. Gleichzeitig bestärkt die Smartphone-freie Zeit positive Gefühle wie Selbstbewusstsein und Autonomie. Sie fühlen sich zufrieden und überwinden die negativen Folgen von digitalem Stress.

Displays belasten die Augen erheblich

Durch einen Digital Detox entlasten Sie auch Ihre Augen. Wer permanent auf das kleine Display seines Smartphones starrt, riskiert eine Sehschwäche oder sonstige Augenerkrankungen. Durch den Verzicht tun Sie Ihrem Körper also etwas Gutes.

Welche Tipps gibt es für Menschen, die sich mit dem Thema Digital Detox beschäftigen wollen?

Es mag paradox klingen, aber es gibt Apps, die Sie beim Digital Detox unterstützen können. Auch ist es hilfreich, sich feste Zeiten zu setzen, in denen Sie sich die Bildschirmzeit verbieten und sich dadurch Freiräume schaffen. Schreiben Sie eine Prioritätsliste für Dinge, die Sie nur online erledigen können und halten Sie sich strikt daran.

Wenn Sie nicht völlig auf Ihre digitale Zeit verzichten möchten, benötigen Sie eine Strategie, um nicht wieder in alte Muster zu verfallen. Das geht mit Filterlisten oder mit Apps, die Ihre Bildschirmzeit tracken und limitieren. Die Applikationen Forest oder Freedom sind dafür bestens geeignet. Auf den meisten Geräten gibt es außerdem vorinstallierte Einstellungen, die Ihnen ähnliche Funktionen bieten. Ideal wäre es, wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, mindestens einen Tag in der Woche ohne Tablet, Computer oder Smartphone zu verbringen.

Frühjahrsputz im Garten: Tipps für einen vitalen Start ins Gartenjahr

Autor: Laura Seliger
Veröffentlicht: 06.03.2024
Aktualisiert: 20.03.2024

Während in manchen Regionen noch Schnee liegt, fängt es in anderen bereits an zu blühen. Der Frühling steht vor der Tür und damit auch die Zeit, den Garten für die nächsten Monate vorzubereiten. Doch wie fängt man am Besten an? Das und viele nützliche Tipps und Empfehlungen erfahren Sie in diesem Artikel.

Im März starten die ersten Gartenarbeiten von Pflanzen vorziehen bis zur finalen Gartenplanung für die neue Saison. MNStudio – stock.adobe.com

Gartenplanung im Frühjahr

Bevor Sie mit den konkreten Arbeiten beginnen, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Überlegen Sie sich, welche Veränderungen Sie in Ihrem Garten vornehmen möchten und wo Ihre Pflanzen einen Platz finden sollen. Skizzieren Sie Ihre Vorstellungen grob, um nicht den Überblick zu verlieren und lassen dabei auch Faktoren, wie beispielsweise die Sonneneinstrahlung und die Bodenbeschaffenheit mit einfließen. Jede Pflanze hat unterschiedliche Anforderungen an Ihren Standort, welche Sie berücksichtigen sollten. Grundsätzlich sollten Sie sich vorab Gedanken machen, welches Ziel Sie mit Ihrem Garten verwirklichen möchten, so werden bei einem Gemüse- und Nutzgarten andere Arbeiten notwendig, als bei einem Blumen- und Ziergarten.

Gemüsegarten

Im März geht es endlich wieder so richtig los in Ihrem Beet. Das letzte Wintergemüse wie beispielsweise Lauch und Grünkohl kann geerntet werden. Haben Sie im Herbst Gründung auf Ihrem Beet ausgebracht, sollten Sie nun die abgestorbenen Reste in die Erde einarbeiten und zusätzlich mit frischem Kompost anreichern. Achten Sie dabei darauf, dass der Boden schon etwas abgetrocknet ist. Das ist aber noch nicht Alles. Bereits im März können Sie beginnen die ersten Pflanzen zu säen:

Freiland auf den erwärmten Boden

Zwiebeln, Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Kohlrübe, Mangold, Melde, Spinat, Palerbsen, Puffbohnen, Wurzelpetersilie und Kümmel

Frühbeet, unbeheiztes Gewächshaus oder unter Folie

Schnitt- und Pflücksalat, Lauch, Kohlrabi, Radieschen, Kohlarten wie Blumen-, Spitz- und Weißkohl oder Wirsing

beheiztes Gewächshaus, Mistbeet oder auf dem hellen Fensterbrett

Tomaten, Paprika, Zucchini, Auberginen, Zuckermelonen, Andenbeere

Tipp: Wenn Sie altes Saatgut übrig haben und sich unsicher sind, ob dieses noch keimfähig ist, streuen Sie es einfach in ein Glas mit Wasser. Der Teil des Saatguts, der an der Wasseroberfläche schwimmt, lässt sich leider nicht mehr verwenden, schöpfen Sie diese Samen ab und trocknen die restlichen Samen wieder bis zu Ihrer Verwendung.

Obstgarten

Die Obstpflanzen sind da noch etwas genügsamer und benötigen noch etwas Zeit, bevor es richtig los geht. Trotzdem können Sie auch hier bereits erste pflegende Arbeiten vornehmen. Brombeeren, die im letzten Jahr getragen haben, sollten nun bodeneben abgeschnitten werden. Sommertragende Himbeeren hingegen tragen erst an zweijährigen Trieben, weshalb nur ältere Zweige abzuschneiden sind. Auch die Erdbeeren wollen jetzt schon gepflegt werden, entfernen Sie alte und verwelkte Pflanzenteile und lockern Sie den Boden um die Pflanzen etwas auf. Bis Anfang April können Sie dann doch beginnen mit dem Pflanzen. Hier bieten sich beispielsweise Marillen-, Mandel- und Pfirsichbäume an, achten Sie bei der Pflanzung auf ausreichend Sonneneinstrahlung, da diese Bäume besonders viel Wärme brauchen. Auch Beerensträucher können bereits im Vorfrühling gepflanzt werden, damit ihre Früchte dann von Mai bis Oktober erntereif sind.

Ebenso sollten Sie im Frühjahr die Anbindung der jüngeren Obstbäume überprüfen, die Nisthilfen für Nützlinge sowie die Nistkästen säubern.
Vielleicht denken Sie auch an die wichtigsten Bestäuber, die Honigbienen. Bieten Sie ihnen ein paar Frühblüher. Für die Zeit nach der Obstblüte eignen sich Blühsträucher als Nahrungsquelle. Nicht zuletzt ist nun höchste Zeit für den jährlichen Schnitt der Obstbäume. Beim Öschberg-Palmer-Schnitt beschränkt sich die Arbeit auf das Abschneiden der Leitastverlängerungen sowie auf das Entfernen von nach innen weisenden, sich kreuzenden Trieben. Zudem muss das abgetragene Fruchtholz ausgelichtet werden. Die Krone schneiden Sie so zurück, dass außer der Stammverlängerung noch vier Leitäste stehen bleiben. Die Leitäste sollten nicht zu dicht beieinander liegen und vom Stamm in einem stumpfen Winkel abgehen. Entfernen Sie Konkurrenztriebe am Stamm und kürzen entsprechend Leitäste um die Hälfte ein, sodass sich die oberen Knospen in gleicher Höhe befinden. Wer im Herbst junge Bäume gepflanzt hat, schneidet erst jetzt zum ersten Mal nach der Pflanzung. Schneiden können Sie bis in die Blüte. Sobald der Laubaustrieb einsetzt, sollte nicht mehr geschnitten werden. Alle weiterführenden Schnittmaßnahmen, die größere Schnitte als 3 cm erfordern, sollten auf den Sommerschnitt verschoben werden. Dann setzen die Abwehrmechanismen des Baumes sofort ein, und der Schaden hält sich in Grenzen. Dies gilt vor allem für alte Obsthochstämme.

Blumen- und Ziergarten

1. Pflanzenpflege: Verjüngung und Schnitt

Um die lebendige Rindenfarbe Ihrer Sträucher wie dem Hartriegel zu bewahren, ist eine regelmäßige Verjüngung entscheidend. Entfernen Sie vor dem Austrieb alle Triebe, die älter als drei Jahre sind, indem Sie diese bodennah abschneiden. Für Clematis ist jetzt die perfekte Zeit, um die Triebe von im Sommer blühenden Sorten etwa 20 bis 50 Zentimeter über dem Boden zurückzuschneiden.

2. Winterschutz entfernen

Empfindliche Gräser, Stauden und Rosen können nun von ihrem Winterschutz befreit werden. Ein Schuss Kompost gibt den Pflanzen den nötigen Energieschub für einen kräftigen Start in die warme Jahreszeit. Vergessen Sie auch nicht, die Laubschutznetze vom Gartenteich zu entfernen.

3. Kübelpflanzen auswintern

Für empfindliche Gewächse, die den Winter im Haus verbracht haben, ist es an der Zeit, sie an hellere und wärmere Standorte zu bringen. Mit zunehmender Tageslänge benötigen sie auch mehr Wasser und eine wöchentliche Düngung. Eine Portion frische Erde und Hornspäne im Topf oder ein Umtopfen für den Oleander sind jetzt genau das Richtige. Verkahlte Pflanzen sollten von unten zurückgeschnitten werden. Auch Hortensien und Azaleen freuen sich über einen neuen Topf, am besten mit saurer Erde.

4. Gartenlaub kontrollieren

Entsorgen Sie Gartenlaub, das Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall zeigt, über den Restmüll oder die Biotonne, aber auf keinen Fall in den Kompost.

5. Neue Blüten- und Blattstauden setzen

Lockern Sie den Boden gut auf und verbessern Sie ihn mit Kompost, bevor Sie Lilien, Dahlien, Gladiolen und Ranunkeln setzen.

6. Rasenpflege im Frühling

Ein gesunder Rasen benötigt jetzt besondere Aufmerksamkeit. Entfernen Sie zunächst Unkraut wie Löwenzahn oder Breitwegerich mit einem Unkrautstecher. Rasenfilz wird mit einem festen, engzinkigen Rechen entfernt. Bei starker Verfilzung ist ein Vertikutierer ratsam. Kahlen Stellen sollten großzügig nachgesät werden, um eine gleichmäßige Grünfläche zu erhalten.

Mit diesen einfachen Schritten legen Sie den Grundstein für einen blühenden und gesunden Garten, der Sie durch die kommende Gartensaison begleiten wird. Freuen Sie sich auf prächtige Blüten, sattes Grün und viele Stunden im Freien!

Vorschriften bei der Gartenarbeit

Planung und Umgestaltung

Bevor Sie größere Veränderungen in Ihrem Garten vornehmen, ist es wichtig sich über etwaige rechtliche Vorschriften zu informieren. In vielen Gemeinden gibt es Regelungen bezüglich der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern sowie Einschränkungen bei der Errichtung von Bauwerken oder Gartenhäusern. Leider gibt es für solche Vorhaben keine einheitlichen Regelungen, schauen Sie doch einmal in den aktuellen Bebauungsplan Ihrer Gemeinde, welche Vorgaben für Sie relevant werden können. Sollten darüber hinaus trotzdem Fragen offen geblieben sein, fragen Sie bei Ihrem zuständigen Bauamt nach, dort können Sie auch größere Bauprojekte anmelden, falls eine Baugenehmigung notwendig wäre.

Rasen mähen

Die Ruhezeiten variieren je nach Gemeinde und sind in den ortspolizeilichen Gemeindevorschriften festgelegt. Generell erstrecken sich diese Zeiten von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen. Einige Gemeinden können zusätzliche lokale Einschränkungen für das Verbrennen von stark riechenden Stoffen vorsehen, die über die allgemeinen Ruhezeiten hinausgehen.

Bäume fällen

Laut dem Wiener Baumschutzgesetz von 1974 müssen Bäume geschützt werden. Darunter fallen alle Laub- und Nadelhölzer, deren Stammumfang – gemessen in 1 Meter Höhe – mindestens 40cm beträgt. Alle Bäume die dieser Bestimmung entsprechen dürfen nur mit behördlicher Einwilligung entfernt werden. Diese Regelung trifft sowohl für den öffentlichen Raum, als auch Privatgrundstücke zu. Ausgenommen von diesem Schutz sind beispielsweise Obstbäume, Bäume in Kleingarten-Anlagen (im Sinne des Wiener Kleingartengesetzes 1996) und Bäume, die forstrechtlichen Bestimmungen unterliegen, wie unter anderem in Wäldern. Darüber hinaus gibt es weitere unterschiedliche Regelungen in jeder Gemeinde, über die Sie sich vorab genau informieren sollte.

Ihr Balkongarten im März

Auch für Balkongärtner beginnt im März eine neue Saison, in der viele Balkonpflanzen besondere Pflege benötigen, um im Sommer in voller Pracht zu erstrahlen. Zusätzlich bieten zahlreiche Balkonblumen bereits im März die Möglichkeit, leuchtende Farbakzente auf Ihrem Balkon zu setzen.

Bereits im März erblühen zahlreiche Blumen in eindrucksvollen Farben und ernten bewundernde Blicke. Besonders beeindruckend sind die farbenfrohen Blüten der Rosenprimel, Narzisse und Stiefmütterchen. Damit der Balkon auch im Frühsommer eine wahre Augenweide bleibt, ist es wichtig, im März die Aussaat neuer Pflanzen nicht zu vernachlässigen. Einige Balkonblumen wie das Zauberglöckchen (Calibrachoa) sollten bereits im März ausgesät werden, damit sie rechtzeitig im Mai in voller Blüte stehen.

Blumen blühen im März

Geißklee, Narzissen, Rosenprimel, Stiefmütterchen

Blumen kann man im März vorziehen

Blumenrohr, Dahlie, Gladiole, Kanarische Kapuzinerkresse, Prunkwinde, Zauberglöckchen

Geranien zurückschneiden

Im März können Geranien, die den kalten Winter in einem kühlen, gut beleuchteten Raum verbracht haben, allmählich auf ihre Rückkehr auf den Balkon vorbereitet werden. Dazu ist es ratsam, die laublosen Triebe der Pflanze auf zwei bis vier Augen zurückzuschneiden. Danach sollte die Blume umgetopft und an einen lichtdurchfluteten Fensterplatz gestellt werden, bis sie bei frostfreiem Wetter wieder auf den Balkon umziehen kann.

Topfpflanzen abhärten

Topfpflanzen, die im Haus überwintert haben, sollten langsam wieder an ihren alten Platz gewöhnt werden. An frostfreien Tagen dürfen sie tagsüber an einen schattigen, windgeschützten Platz im Freien stehen. Nach und nach kann man die Pflanzen länger dem Sonnenlicht aussetzen, sodass sie sich langsam akklimatisieren können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Die richtige Beleuchtung – für wache Morgenstunden, kreative Koch-Sessions und gemütliche Abende

Autor: Judith Müller
Veröffentlicht: 28.02.2024
Aktualisiert: 06.03.2024

Licht beeinflusst Produktivität, Stimmung und Tagesrhythmus. Mit dem richtigen Wissen darüber können Sie in Ihrem Zuhause ein ganz neues Wohngefühl kreieren. In unserem Beleuchtungs-Guide erklären wir Ihnen daher den Unterschied verschiedener Leuchtmittel und geben Tipps für Ihre Lampenwahl.

Schöne Belichtung macht Stimmung
Grund-, Akzent- und Funktionsbeleuchtung: Das sind die drei Pfeiler einer guten Lichtszenerie. Dabei kommt keine ohne die andere aus. iStock.com/Nikada

So kann Licht wirken


Das menschliche Auge ist für Tageslicht gemacht. Es tut uns nicht nur gut, sondern besitzt auch die beste Farbwiedergabe. Gemäß des natürlichen Tageslichtverlaufs reagiert der Körper auf kaltweißes Tageslicht mit der Ausschüttung des Hormons Cortisol, das im Morgenlicht wach und aktiv macht. Auf warmweißes Licht hingegen, welches abends vorherrscht, reagiert er mit der Produktion von Melatonin, was sich in Schläfrigkeit und Entspannung ausdrückt.

Lichtstimmungen lassen sich jedoch imitieren. Mit der richtigen Lampe-Leuchte-Kombination können Sie sich Ihre gewünschte Atmosphäre nach Hause holen: um morgens fitter, im Homeoffice und auf Arbeit konzentrierter oder abends entspannter zu sein. Denn Beleuchtung kann einen enormen Einfluss auf Stimmung, Energielevel, Zufriedenheit, Schlafqualität und damit auch auf Ihre Gesundheit haben.

Mehrere Lichtquellen machen Stimmung

Unabhängig von der Zimmergröße entsteht eine ideale Lichtstimmung erst, wenn sich mindestens drei aufeinander abgestimmte Lichtquellen im Raum befinden. Für ein besonders gemütliches Licht benötigt es sogar vier bis acht Lichtquellen pro 20 Quadratmeter. Der Grund: So wird das Licht für das Auge dynamischer verteilt. Es wirkt auf uns weniger steril und lebendiger. Tipp: In kleineren Zimmern, also unter 20 Quadratmetern, verwenden Sie für die Grundbeleuchtung am besten Leuchten, die zum Beispiel vom Boden aus, die Wände anstrahlen. Dies lässt den Raum optisch größer wirken.

Lampe, Leuchte oder Glühbirne, was denn nun?

Im Alltag werden die einzelnen Bezeichnungen oft durcheinandergeworfen oder allesamt synonym verwendet. Doch eigentlich gibt es eine klare Abgrenzung. Lampe bezeichnet bezüglich der Grundbedeutung das Leuchtmittel, ohne dem Sie im Dunkeln stehen würden. Die veraltete Variante hierfür ist die Bezeichnung GlühbirneLeuchte meint hingegen das gesamte Lichtobjekt, bestehend aus dem Leuchtmittel (also der Lampe bzw. Glühbirne) und dem Körper, welcher üblicherweise aus Fassung, Sockel und Schirm besteht.

Die unterschiedlichen Leuchtenarten
  • Deckenleuchten eignen sich gut als Grundbeleuchtung. Mit einem Dimmer sind sie zudem ideal in ihrer Helligkeit einzustellen. Achten Sie jedoch auf eventuelle Blendungen, das macht sie schnell unangenehm.
  • Hängeleuchten werfen ein gleichmäßiges Licht, erzeugen aber Schatten. Deswegen werden sie idealerweise mit anderen Leuchten kombiniert, um das Licht zu nuancieren. Damit es insgesamt nicht zu hell wird, auch hier ist es möglich Dimmer anzubringen.
  • Wandleuchten erzeugen ein sanftes Licht, stehen nie im Weg und eignen sich als indirektes Licht im Hintergrund.
  • Fluter werfen ihr Licht an die Decke, was besonders bei hellen Farben schöne Effekte erzielt.
  • Einbaustrahler sitzen meist direkt in der Decke und beleuchten mit ihrem Licht den Bodenraum darunter. Gut geeignet sind sie für Küchenarbeitsflächen, im Badezimmer oder am Schreibtisch. Dabei sollten sie nicht mit Licht aus anderen Quellen gemischt werden. Ansonsten ist der Bereich gut ausgeleuchtet, aber die gemütliche Atmosphäre leidet und es entsteht ein Flutlicht-Effekt wie im Fußballstadion.
  • Steh- und Tischleuchten sind besondere Talente unter den Lichtquellen. Sie können großzügig eingesetzt werden und verbreiten je nach Form und Farbe ein ganz unterschiedliches Licht. Damit das Zimmer nicht überfrachtet wirkt, achten Sie immer darauf, dass Lampe und Leuchtengröße zum Stellplatz passen, weichen Sie andernfalls lieber auf den Boden aus.
  • Scherengelenk-Leuchten mit einem schwerem Fuß und schwenkbarem Kopf sind sehr praktisch, wenn am Bett oder Schreibtisch mal mehr oder weniger Licht benötigt wird.

Grundbeleuchtung: das Geheimnis des indirekten Lichts

Eine Grundbeleuchtung ist in jedem Raum sinnvoll – als Licht von oben oder indirektes Licht. Denn mit ihrem gleichmäßig gestreuten Licht sorgt sie dafür, dass Sie auch im Dunkeln in den Schubladen finden, wonach Sie suchen. Sie sollten jedoch nicht allein für unsere Sehfähigkeit nach Sonnenuntergang sorgen. So sind sie nicht dafür zuständig, uns als Leselicht zu dienen oder beim Fernsehgucken eine schummrige Stimmung zu erzeugen. Sie geben uns dennoch einen guten Überblick über den Raum und machen im Idealfall das Volumen deutlich.

Eine große Deckenleuchte wird oft als klassische Grundbeleuchtung eingesetzt. Zusätzlich können Sie je nach Größe des Raums auf Steh-, Boden- oder Tischleuchten zurückgreifen, um die Grundbeleuchtung zu unterstützen. Auch Lichtelemente in Schrankwänden können ein guter Grundbeleuchtungszusatz sein. Eine Grundbeleuchtung ist in der Regel indirekt, kontrastarm und in einem weichen Farbton. Zudem sollte sie nicht blenden und idealerweise kaum Schatten werfen.

Mit Licht dem Raum schmeicheln

Hohe Räume wirken niedriger, wenn Sie die Wände beleuchten und die Decke dunkel halten. Installieren Sie viele Lichtpunkte an der Decke, zum Beispiel Downlights, dann gewinnt ein niedriges Zimmer optisch an Höhe. Lange schmale Räume erscheinen kürzer und weiter, wenn Sie längliche Leuchten oder Beleuchtungssysteme quer anbringen. Und eine dimmbare Grundbeleuchtung kann sich im Laufe des Abends Ihrer Stimmung optimal anpassen.

Nahaufnahme eines Technikers, der einen Lötkolben benutzt, um eine Platine in der Werkstatt unter einer Schreibtischlampe zu reparieren.

Ob Tüfteln, Lesen oder beim Schminken: Im Idealfall lässt sich Funktionsbeleuchtung flexibel ausrichten und unterstützt Ihre Sehfähigkeit so am besten. iStock.com/Simonkr

Funktionsbeleuchtung – Wenn ein Licht aufgeht!

Auch das Funktionslicht bzw. die Arbeitsbeleuchtung ist von Bedeutung und das nicht nur im Arbeitszimmer. Eine kontrastreiche, zielgerichtete Beleuchtung wird an allen Orten benötigt, an denen Sie genauer hinsehen müssen, dazu gehören auch Lesen auf dem Sofa, Schminken oder Kochen in der Küche. Mit der richtigen Beleuchtung können Sie nicht nur Details besser erkennen, sondern erhöhen auch Ihre Konzentration. Ideal geeignet sind hierfür Stehleuchten oder Strahler. Doch auch klemmbare Leuchten, durch einen Akkubetrieb mittlerweile sogar kabellos, können hier aushelfen. Mit ihrem beweglichen Hals sind sie zudem ideal auszurichten.

Funktionslicht sollte nie von oben kommen, sondern bei Rechtshändern von links und bei Linkshändern von rechts. Über dem Esstisch sorgt eine Hängeleuchte mit etwa 60 Zentimetern Abstand zum Tisch dafür, dass das Licht nicht blendet, sondern sich flächig auf dem Tisch verteilt. Zudem wird Funktionslicht im Idealfall zusätzlich zur Grundbeleuchtung benutzt, das schont die Augen und verbessert die Sehfähigkeit.

Akzentlicht: Spot on

Die Akzentbeleuchtung betont Raumbereiche oder einzelne Objekte. Dafür muss ihre Helligkeit über dem Niveau der Allgemeinbeleuchtung liegen. Sie ist das anspruchsvollste Element bei der Lichtgestaltung. Mit ihr lassen sich kunstvolle Elemente betonen oder sogar die Architektur des Raumes in ein ganz neues Licht tauchen. Denn ein ausschließlich durch die Grundbeleuchtung weich ausgeleuchtetes Zimmer wirkt schnell langweilig und eindimensional.

Eine Alternative zu einfachen Strahlern sind verschiedene dekorative Leuchten: auf dem Tisch, an der Wand, auf Kommoden oder in Regalen. So können Sie mit Licht und Schatten und unterschiedlichen Intensitäten der Beleuchtung spielen. Besonders in der dunklen Jahreszeit schaffen solche Akzente eine behagliche Atmosphäre und sind daher im Wohnzimmer von besonderer Wichtigkeit. Doch Vorsicht: Bei einer allzu knalligen Detailbeleuchtung geraten andere Raumbestandteile ungewollt in den Hintergrund.

Farbtemperatur und Helligkeit- Wohlig warm oder lieber clever kühl?

Jedes Licht besitzt eine eigene Farbe, die in Kelvin gemessen wird. Kerzenlicht erscheint mit 1.500 Kelvin warm und gelb, das Licht eines bedeckten Himmels wirkt mit etwa 7.000 Kelvin bläulich. Lux und Lumen wiederum sind zwei unterschiedliche Einheiten, die die Helligkeit einer Leuchte messen. Eine alte Glühbirne erstrahlt ungefähr in der Intensität von 12 Lumen, LED-Lampen hingegen mit etwa 800 Lumen.

Wie viel Kelvin wirken wie?
  • bis 3.300 Kelvin: Die warmweiße Farbe ähnelt dem natürlichen Licht während eines Sonnenuntergangs, zu Hause ruft diese Lichtstimmung Wohnlichkeit und Entspanntheit hervor. Ein gemütliches Ambiente bringen Leuchtmittel schon ab 2.700 Kelvin hervor.
  • 3.000 bis 5.300 Kelvin: Die neutralweiße Farbe wirkt anregend und dennoch sachlich, also perfekt für den Einsatz in Bad und Küche.
  • ab 5.300 Kelvin: Dieses Licht wirkt so hell wie das Mittagslicht. Mit vielen Blauanteilen ist es besonders konzentrationssteigernd. Tageslichtweiß ist besonders ideal für die Ausleuchtung des Arbeitsplatzes, da sich die Lichtfarbe und Helligkeit positiv auf das persönliche Wohlbefinden und die eigene Konzentrationsfähigkeit auswirken.


Für optimale Lichtverhältnisse in den verschiedenen Wohnbereichen können Sie sich an folgenden Werten orientieren:

  • Grundsätzlich ist im Wohnbereich ein Beleuchtungsniveau von 300 Lux und eine Lichtfarbe zwischen 2.700 und 3.300 Kelvin optimal.
  • Für Arbeitsflächen in der Küche, wo beim Arbeiten an Herd und Spüle Verletzungsgefahr besteht, sind 500 Lux und ein neutralweißes Licht zwischen 3.300 oder 4.000 Kelvin empfehlenswert. Dies regt Ihre Aufmerksamkeit an und lässt Sie Dinge wie Lebensmittel farbgenau erkennen.
  • Bei einer Schreibtischlampe ist es wichtig, dass sie genügend Helligkeit bietet, nicht blendet und die Augen vor allem nach längerer Zeit entlastet. Daher sind Tageslichtlampen mit 5.300 bis 6.500 Kelvin sehr zu empfehlen. Eine Beleuchtungsstärke von 500 bis 1.000 Lux oder eben mehr als 600 Lumen ist ideal.
Leuchtmittel: von Halogen bis LED
  • Glühlampen verbrauchen viel Energie, weswegen sie nach und nach aus dem Handel verschwinden sollen. Lange Zeit war die Glühbirne jedoch das gängigste Mittel der Beleuchtung. Der Grund: Ihr Licht ist gelblich und warm und wird als besonders angenehm empfunden.
  • Eine Halogenlampe spendet klares und weißes Licht. Geeignet ist diese Art der Beleuchtung als Funktionslicht im Arbeitszimmer oder in der Küche. Vorteil: Farben werden nicht verfremdet, das Leuchtmittel ist klein und eignet sich gut für Fluter und Einbaustrahler. Allerdings sollen auch Halogenleuchtmittel in den nächsten Jahren ausgemustert werden.
  • Leuchtstoffröhren werden mittlerweile in vielen Formen und Farben auch zur Beleuchtung von privaten Räumen eingesetzt. Vorteil: Sie erhitzen sich kaum, sparen Strom und können auch auf engstem Raum eingesetzt werden.
  • Energiesparlampen funktionieren wie verkleinerte Leuchtstoffröhren. Sie verbrauchen daher ebenfalls wenig Energie und halten sehr lange. Allerdings lassen sie sich nicht immer dimmen. Achtung: Wegen ihres Quecksilbergehaltes ist eine ordnungsgemäße Entsorgung wichtig und notwendig.
  • LED-Lampen haben eine hohe Lebensdauer, entwickeln nahezu keine Wärme und verbrauchen besonders wenig Energie. Sie funktionieren mit Halbleiterkristallen, die in Verbindung mit Strom zu leuchten beginnen. Durch ihre geringe Größe lassen sie sich beinahe überall einsetzen und ermöglichen neue, nie dagewesene Designs – perfekt für alle, die sich Leuchten als ausgefallene Hingucker im Wohnzimmer wünschen. LEDs sind ebenfalls dimmbar und in vielen Farbtönen erhältlich. Im direkten Vergleich ist zwischen dem Licht einer LED und einer Glühlampe kaum noch ein Unterschied zu erkennen. Nachteil: der Preis. Viele LED-Lampen sind deutlich teurer als herkömmliche Leuchtmittel, weisen aber auch eine deutlich längere Lebensdauer auf.
Frau mit Brille sitzt in gemütlicher Atmosphäre bei Kerzenschein und Tischleuchte am gedeckten Tisch.

Gemütlichkeit kommt bei richtigem Licht: abgeschirmt und mit niedrigem Lux- bzw. Lumen-Wert. So blendet garantiert nichts. iStock.com/AnnaStills

Lassen Sie sich nicht blenden

Beobachten Sie vor der Lichtplanung Ihre häufigsten Blickrichtungen, um so später Direkt- oder Lichtreflexionen zu vermeiden. Beim Kauf neuer Leuchten sollten Sie stets auf abgeschirmte Leuchtmittel achten, da der direkte Blick in ein Beleuchtungsmittel irritiert. Besonders bei Pendelleuchten, die zum Beispiel über dem Esstisch hängen, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass die Lichtquelle für Ihre Nutzung abgeschirmt ist. Sonst droht unangenehmes Augenkneifen beim Abendessen.

Auch Leuchtmittel gibt es bereits blendfrei: Sie sind mit einem Kopfspiegel abgeschirmt. Dieser kann Silber- oder Goldfarben sein, aber auch mattschwarz. Besonders in Leuchten ohne Schirm sind sie ideal. Darunter zählen einige Exemplare des sogenannten Industrie-Designs, also der ansprechenden Formgebung technischer Gerätschaften für die Massenproduktion.

Dimmen – Weil weniger mehr ist!

Sie bieten ultimative Flexibilität! Mit Dimmern können Sie Ihre Lichtquelle so anpassen, wie es für Sie gerade passt. Ob Candle-Light-Atmosphäre beim Abendessen oder Malen mit den Kindern am selben Esstisch – ein Dimm-Schalter macht beides möglich. Zudem lassen sich Dimm-Schalter oft nachrüsten. Wenn Sie also noch keinen haben, lohnt es sich, in einen zu investieren. Sie sollten beim Kauf des Dimmers aber darauf achten, dass er für die verwendete Leuchte bzw. für das eingesetzte Leuchtmittel geeignet ist.

Achtung: Nicht alle im Haushalt vorinstallierten Dimmer eignen sich auch für den Betrieb mit LEDs. Insbesondere Universaldimmer bereiten in Kombination mit LEDs häufig Probleme. Es gibt jedoch Spezialdimmer, mit denen sich auch diese Leuchtdioden dimmen lassen.

Human Centric Lighting – natürliche Lichtverhältnisse zu Hause

Es gibt Leuchten, die im Tagesverlauf und abhängig von der Jahreszeit die Beleuchtungsstärke und Farbtemperatur ändern. So ein biologischer Lichteffekt kann etwa im Badezimmer besonders reizvoll sein. Damit werden Sie morgens beim Duschen wacher und können abends mit entsprechendem Licht eher entspannen. Dieses Lichtkonzept wird Human Centric Lighting genannt, kurz: HCL.

Es unterstützt den circadianen Rhythmus des Menschen. Kühles, flächiges Licht am Morgen hilft dabei, wach zu werden, warmweißes Licht am Abend macht müde. Das kann im kleinen Maße in allen Bereichen der Wohnung mit dimmbaren Leuchten oder Lichtquellen mit mehreren Lichtfarben erreicht werden. Ideal ist eine elektronische Lichtsteuerung, die den natürlichen Verlauf des Tageslichts in allen wichtigen Aspekten nachbilden kann und dabei auch Sommer- und Winterzeit berücksichtigt.

Smarte Lichteinheiten

Licht lässt sich übrigens auch smart steuern via App mit dem Smartphone oder per Sprachassistent. So können Sie Ihren Lichtrhythmus ganz individuell anpassen, wann Sie beispielsweise von einem imitierten Sonnenaufgangslicht geweckt werden sollen oder wann Ihre gemütliche Abendbeleuchtung automatisch erlischt, sollten Sie eingeschlafen sein.

Lichttherapie – Gesund mit der richtigen Beleuchtung

Die Wirkung von Licht auf den menschlichen Organismus macht sich die Lichttherapie ganz konkret zunutze. Die Bestrahlung mit hellem fluoreszierenden Licht mit einer Stärke von 2.500 bis 10.000 Lux, das physikalisch gesehen dem Sonnenlicht entspricht, therapiert beispielsweise psychische Erkrankungen – insbesondere saisonal abhängige Depression. Ihre Wirkung entfaltet die Lichttherapie dabei vor allem durch die Aufnahme des Lichtes über die Netzhaut des Auges. Es gelangt so bis zu jenem Teil des Gehirns, der eine entscheidende Rolle als Impulsgeber für den circadianen Rhythmus spielt und damit auch für den Serotonin- und Melatonin-Ausschuss verantwortlich ist.

Mit Hilfe von UV-Licht können auch Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis wirksam behandelt werden. Eine spezielle Form davon ist die Phototherapie. Dabei werden durch das UV-Licht verschiedene Entzündungszellen in der Haut gehemmt.

Infrarot-Licht wiederum lindert durch seine wärmende Wirkung Schmerzen und fördert die Durchblutung betroffener Körperstellen.

In das rechte Licht gerückt

Wer weiß, wie Licht auf den Menschen wirkt, weiß auch, wie er es gezielt einsetzen kann. Unterstreichen Sie Stimmungen oder rufen Sie sie bewusst hervor. Wie bei allem ist auch hier die Abwechslung der Schlüssel zum Erfolg: Wer zu viele Stunden mit aktivierender tageslichtweißer Beleuchtung verbringt, endet schnell ausgelaugt. Sind Ihre Leuchtmittel jedoch zu warm und zu wenig hell, kommen Sie erst gar nicht richtig in Schwung.

Für eine ideale Beleuchtung der eigenen vier Wände muss nicht zwingend komplett neu gedacht werden. Oftmals reicht es schon, vorhandene Leuchten umzustellen oder sie mit idealen Leuchtmitteln zu bestücken. Nutzen Sie das Wissen über Licht, um sich in Ihrem Zuhause zu jeder Tageszeit wohlzufühlen.

Winteraktivitäten: Spannende Unternehmungen in der kalten Jahreszeit

Autor: Laura Seliger
Veröffentlicht: 21.02.2024
Aktualisiert: 06.03.2024

Wenn wir an Winter denken, kommt uns oft sofort das Bild von verschneiten Landschaften und frostigen Nächten in den Sinn. Doch was, wenn die kalte Jahreszeit wieder einmal milder ausfällt als erhofft und auch der Wunsch nach Schnee nicht erfüllt wird. Wie kann man die graue Zeit des Jahres trotzdem genießen? Das ist ganz einfach mit unseren abwechslungsreichen Ideen für Ihren Winterspaß, denn dieser hat viel mehr zu bieten als Skifahren und Rodeln.

Den Winter genießen, egal ob mit oder ohne Schnee. maxbelchenko – stock.adobe.com

Mehr Abwechslung für Ihren Winter

Winterwandern

Schlagen Sie entweder die üblichen Wanderrouten ein oder entdecken auch einmal neue Wege in Ihrer Umgebung und genießen dabei die kühle Frische und klare Luft des Winters. Winterwandern ist eine tolle Möglichkeit, die Natur einmal ganz in Ruhe zu erleben, da die meisten Bewohnenden des Waldes zurückgezogen auf das Frühjahr warten. Und sollte doch etwas Schnee gefallen sein, nutzen Sie die Chance Ihren Ausflug mit Schneeschuhen oder Langlaufski zu machen. Eine kleine Pause auf Ihrem Weg mit einer Kanne Tee und Kakao wärmt und ist eine kleine Stärkung für den Rückweg.

Schlittschuhlaufen

Finden Sie eine Eislaufbahn in Ihrer Nähe und tauchen Sie ein in das Vergnügen des Schlittschuhlaufens. Ob drinnen oder draußen, das Gleiten über das Eis ist eine schöne Aktivität für Jeden. Dabei ist es egal, ob Sie noch mit dem Pinguin zur Unterstützung unterwegs sind oder elegante Drehungen und eindrucksvolle Tricks üben. Sollten Sie dennoch etwas Respekt vor dem Eis haben, beobachten Sie zunächst die Profis bei einem Eishockey-Spiel in der Halle und lassen sich von der einmaligen Atmosphäre anstecken.

Wintergrillen

Nichts wärmt die Seele an einem kalten Wintertag mehr als ein gemütliches Grillfest im Freien. Packen Sie Ihren Grill ein, laden befreundete Personen und Familie ein und bereiten gemeinsam ein leckeres Essen mit selbstgemachten Salaten, saftigen Steaks und gegrilltem Gemüse. Vergessen Sie nicht ein paar warme Getränke mitzunehmen. Damit Sie nicht nur von innen warm werden, sondern ab und an die Hände am Feuer wärmen können, suchen Sie vorab nach geeigneten Feuerstellen oder nehmen die Feuerschale aus dem Garten mit.

Indoor-Aktivitäten im Überblick
  • Lesen: Durch unseren Alltag kommt das Lesen oft zu kurz. Versuchen Sie, sich bewusst dafür Zeit zu nehmen und in neue Welten einzutauchen.
  • Serie schauen: Im Winter erscheinen auf allen Streaming-Plattformen neue Serien oder Staffeln, die zu einem gemütlichen Tag im Heimkino einladen.
  • Therme: Viel zu selten lassen wir es uns gut gehen. In einer Therme ist das Wellness-Angebot scheinbar endlos. Lassen Sie sich in der größten Therme Österreichs verwöhnen und genießen die idyllische Lage der Therme Loipersdorf in der Südoststeiermark. Wenn Sie nicht so weit reisen möchten, finden Sie dank der 40 Thermen in Österreich bestimmt auch eine in Ihrer Nähe.
  • Museumsausstellung: Die freie Zeit im Winter lässt sich auch perfekt für etwas Bildung nutzen. Neben den zahlreichen Kunst- und Geschichtsmuseen in Österreich gibt es auch sogenannte Mitmach-Museen, in denen Sie selbst aktiv werden können. Im ZOOM Kindermuseum in Wien beispielsweise, können Sie Wissenschaft hautnah erleben. Wenn Sie sich für die Themen Energie, Umwelt, Technik und Innovation interessieren, ist das Technische Museum in Wien ein Muss.
  • Schnitzeljagd: Eine Schnitzeljagd eignet sich perfekt als Unternehmung mit Kindern oder Lieblingsmenschen. Nutzen Sie dafür die Angebote Ihrer Stadt oder werden selber kreativ. Online finden Sie zahlreiche Rätsel und Apps, die für Spaß und Abwechslung sorgen. Haben Sie zum Beispiel schon etwas von der iPad-Rallye gehört?
  • Indoor-Klettern: Sie wollen eine neue Sportart ausprobieren, aber Ihnen ist es draußen zu kalt? In einer Kletter- oder Boulderhalle können Sie sich auspowern und neue Skills lernen. Eine Boulderhalle bietet Routen sowohl für Unerfahrene als auch für fortgeschrittene Kletternde.
  • Abenteuer: Wenn es etwas abenteuerlicher werden soll, stehen Ihnen ebenfalls unendliche Möglichkeiten zur Verfügung. Über Erlebnisplattformen wie Jochen Schweizer und mydays finden Sie alles, was das Abenteurerherz begehrt. Von einem Survival Training im Winter über wilde Fahrten mit dem Snowbike bis hin zu tierischen Erlebnissen ist für Jeden etwas dabei.

Was kann man im Winter mit Kindern machen?

Eltern wissen es: Kinder möchten hinaus an die frische Luft! Das Wetter ist ihnen dabei völlig gleich, jede matschige Pfütze und jeder vereiste Abhang sind willkommen. Aktivitäten im Winter mit Kindern sind oft nur eine kurze Autofahrt oder ein paar Stationen mit der S- oder U-Bahn entfernt. Besuchen Sie den Stadtpark in Ihrer Nähe, dann schmeckt der heiße Kakao anschließend umso besser.

Wenn Sie mitten in der Stadt wohnen, können Sie mit den Kindern eine Schatzsuche oder eine Schnitzeljagd im Park um die Ecke organisieren. Das sorgt auch bei Schneefall oder unter grauem Himmel für gute Laune. Im Park gibt es, genauso wie draußen am Waldrand, jede Menge Tierspuren. Lernen Sie zusammen mit Ihren Kindern das Fährtenlesen im Schnee und erkunden Sie die Umgebung. Wenn kein Schnee liegt, sind die Spuren zwar nicht so gut zu sehen, doch sie sind da.

Wenn Schnee liegt, können die Kinder ein schönes Iglu oder tolle Schneefiguren bauen, während die Eltern ein Lagerfeuer an dafür freigegebenen Plätzen entfachen, an dem später alle Würstchen und Stockbrot grillen können. Zwischendurch sorgt ein heißer Kinderpunsch für einen kleinen Wärmeschub von innen.

Wenn es draußen doch zu kalt sein sollte, freuen sich Kinder auch sehr über einen Besuch in der Spielhalle. Dort können sie toben und Spaß haben, bis sie müde und zufrieden wieder nach Hause wollen.

Winterurlaub geht auch preiswert!

Ein Winterurlaub muss nicht unbedingt mit Ski- oder Snowboardfahren verbunden sein. Mit etwas Recherche lassen sich auch günstige Urlaubsorte finden, an denen Sie das winterliche Wetter genießen können. Diese liegen nicht nur in den klassischen Urlaubsländern wie Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Italien, sondern in Polen, Slowenien oder Tschechien. Überall finden Sie Rodelbahnen, Eishallen zum Schlittschuhlaufen oder Schwimmbäder. Auch Winterwanderungen durch den Schnee können Sie an nahezu allen Orten unternehmen. Im Gebirge werden sogar oft geführte Touren angeboten. Das ist ein echter Spaß, genauso wie eine Kutschfahrt mit Pferden oder eine Fahrt mit dem Hundeschlitten. Klassische Städtetrips sind ebenfalls immer eine gute Idee. Waren Sie zum Beispiel schon mal in Prag oder in Warschau?

Fototour durch eine neue Stadt

Nutzen Sie den winterlichen Charme einer Ihnen noch unbekannten Stadt für eine Fototour. Schlendern Sie durch beleuchtete Straßen, erkunden Sie verschneite Parks und halten Sie die einzigartigen Architekturdetails fest, die Ihnen besonders ins Auge fallen. Teilen Sie Ihre besten Aufnahmen mit Freunden und der Familie oder legen Sie sich ein kleines Reisetagebuch an, indem Sie alle besonderen Momente und Eindrücke festhalten können. Hier finden auch kleine Souvenirs oder Andenken an Ihre Touren einen besonderen Platz.

Wellness-Tag

Kombinieren Sie Ihren Urlaub mit einem Tag der Entspannung. Dafür muss es nicht immer das teuerste Luxushotel mit Spa-Bereich sein. Sie können Ihren Urlaub vielseitig gestalten und vielleicht einen Schlechtwettertag nutzen, um sich selbst so richtig verwöhnen zu lassen und dem Winterblues zu entfliehen. Buchen Sie ein Massage, entspannen Sie in einer Sauna oder gönnen Sie sich ein Gesichtsbehandlung. Machen Sie es sich anschließend mit einer Tasse heißem Tee und einem guten Buch gemütlich und lassen dabei für ein paar Stunden den Alltag hinter sich. Alternativ nehmen Sie sich die Zeit Ihre Gedanken zu sortieren. Schreiben Sie auf, was Sie aktuell beschäftigt oder welche Ziele Sie dieses Jahr noch erreichen möchten. Journaln ist hierbei das Stichwort, um sich und seine Handlungen zu reflektieren und neuen positive Routinen zu etablieren.

Sternenhimmel beobachten

Klare kalte Winternächte bieten die perfekte Gelegenheit, um in die Welt der Sterne einzutauchen. Schnappen Sie sich ein Teleskop oder einfach nur eine Decke und suchen sich einen abgelegenen Ort fernab der städtischen Lichtverschmutzung. Beobachten Sie die funkelnden Sterne und vielleicht sogar das Leuchten eines vorbeiziehenden Meteoriten. Für eine bessere Orientierung besorgen Sie sich einfach im Voraus eine Sternenkarte mit der Sie den Nachthimmel erkunden können. Aber Achtung, im Winter müssen wir unseren Sternenhimmel aus einer anderen Perspektive betrachten, da sich ein Teil unsere Nachthimmels saisonal bedingt verändert.

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